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Projekte

Renaturierung des Skigebietes am Gschwender Horn - Immenstadt

Umweltverträglicher Abbau der gesamten Infrastruktur eines betriebswirtschaftlich nicht mehr rentablen Skigebietes mit Planung und Umsetzung der Folgenutzung.

Zielsetzung

Umweltverträglicher Abbau der gesamten technischen Ski-Infrastruktur eines Skigebietes und ökologisch verträgliche Folgenutzung.

Durchführung

Die Renaturierung des Gschwender Horns bestand aus folgenden Arbeitsschritten:
a) Bestandsaufnahme sämtlicher mit der Nutzung als Skigebiet im Zusammenhang stehender Infrastruktur durch Auswertung von Unterlagen (TÜV und Vor-Ort).
b) Kartierung im Gelände.
c) Nutzungsanalyse (Pistenflächen, Variantenabfahrten, Geländeveränderungen durch Anlagen- und Pistenbau, Belastungen/Schäden durch Skisport, Sommertourismus und Alpwirtschaft; alpwirtschaftliche, forstwirtschaftliche und jagdliche Nutzung).
d) Auswertung Entwicklung zum Skigebiet durch Befragung von Ortskennern und vergleichender Auswertung von Luftbildern.
e) Leitbilderstellung für das Folgenutzungskonzept unter Berücksichtigung aller, auch konkurrierender Nutzungsansprüche (Leitbild Alpwirtschaft, Naturschutz, Forstwirtschaft, Tourismus, Jagd). Lenkungsmaßnahmen für anschließende touristische Nutzung (Sommer-/Winterwandern, Skitouren) = Bündelung der touristischen Maßnahmen, beruhigte Bereiche für Wildtiere.
f) Umweltverträglicher Abbau der Anlagen.
g) Rekultivierung mit standortgerechtem, heimischen Pflanzgut; Behebung von Geländeschäden, die durch den Skibetrieb verursacht wurden.

Wirkung

Die Renaturierungsmaßnahme hat ein enormes Medieninteresse ausgelöst. Es gab etliche Nachfragen aus dem bayerischen Alpenraum, sowie aus Österreich und der Schweiz wie der Abbau verfahrensmäßig und finanziell bewerkstelligt wurde. Die touristischen Lenkungsmaßnahmen funktionieren bei den Gästen sehr gut, bei Einheimischen gibt es im Einzelfall Akzeptanzprobleme. Die beschilderte Ski-Tourenabfahrt wird sehr gut angenommen.

Projekt Region

liechtenstein

Standort

Immenstadt im Allgäu

Beteiligte

Stadt Immenstadt, die örtlichen Alp- und Landwirte, Allianz-Stiftung zum Schutz der Umwelt und Fachfirmen.

Finanzierung

Gesamtkosten: 800.000 DM, Anteil der Allianz-Stiftung zum Schutz der Umwelt: 500.000 DM, Anteil Kulturlandschaftsprogramm des Freistaates Bayern, Freistaat Bayern und EU-Mittel: 100.000 DM, Eigenleistung der Stadt Immenstadt: 200.000.

Projektkosten

409'000.00 Euro

Ansprechperson

Stadt Immenstadt
Ernst Polzer
Marienplatz 3/4
87509 Immenstadt / DE
Telefonnummer: +49 (0) 8323 914148
Telefax: +49 (0) 8323 914193
Internet: http://www.immenstadt.de

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