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Projekte

Fernheizwerk der Gemeinde Toblach

Bau eines Holzhackschnitzelheizwerkes zur Fernversorgung des Dorfes mit Energie aus heimischen und regenerativen Ressourcen.

Zielsetzung

Im Vergleich zu den Einzelfeuerungen (oft mit schlechtem Wirkungsgrad) hat ein Fernheizwerk folgende Vorteile: Reduzierung der Schadstoffbelastung, heimische Wertschöpfung (weniger Abhängigkeit vom Ausland, Nutzung von Holzabfällen), Energiekostensenkung für die Verbraucher (Heizöl in Südtirol sehr teuer, Verrechnung nur effektiv verbrauchter Energie).

Durchführung

1994 beauftragte die Gemeinde Toblach ein Consultingbüro mit einer Studie zur Errichtung eines Ferheizwerkes mit Biomasse. Ende 1994 gründete sich dann eine Genossenschaft mit dem Ziel der Errichtung und des Betriebes eines Fernheizwerkes. Mitglieder der Genossenschaft sind die Fernwärmekunden. Schon im November 1995 konnten nach der Eröffnung die ersten 160 Kunden mit Fernwärme versorgt werden. Ende 1998 sind es in Toblach bereits 350 Kunden, 1999 kommen in der 3 km entfernten Nachbargemeinde Innichen 120 neue Kunden dazu, darunter einige Großkunden, wie z.B. das Krankenhaus.

Wirkung

Umsetzung der Verpflichtungen aus dem Eintritt in das Klimabündnis. So konnten 19.183 kg Kohlendioxid eingespart werden. Die Energiekosten der Fernwärmekunden sind im Vergleich zu den alten Ölheizungen um 10 - 30 % gesunken. Das Fernwärmeheizwerk gibt jährlich ca. 631 Millionen Lire für den Ankauf von Hackschnitzeln aus, anstatt das Geld für das Import-Produkt Öl auszugeben. Dies bedeutet gleichzeitig eine Wertschöpfung in dieser Höhe für die Region.

Standort

Toblach/Dobbiaco

Beteiligte

Gemeinde Toblach, Consulting Büro, Ingenieur Büro, Genossenschaft "Fernheizwerk Toblach Gen.m.b.H.", Energiekunden

Finanzierung

Die Gesamtausgaben für das Heizwerk in Toblach und das Fernwärmenetz beliefen sich 1999 auf 18.000 Mio Lire, der Anschluß Innichen kostete 12.000 Mio
Lire. Die Mittel wurden von den Genossen, durch einen Landesbeitrag und einen Hypothekendarlehn aufgebracht.

Projektkosten

9'300'000.00 Euro

Ansprechperson

Fernheizkraftwerk Toblach–Innichen
Hanspeter Fuchs
Bahnhofstr. 8
39034 Toblach  / IT
Telefonnummer: +39 0 474 973214
Telefax: +39 0 474 976570
Email: office@fti.bz