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Projekte

Naturgemäße Waldbewirtschaftung und Schutzwaldsanierung (Oberammergau)

Sanierung der Oberammergauer Schutzwälder durch die Pflanzung von Mischbaumarten und eine Bewirtschaftung des gemeindeeigenen Waldes nach ökologischen Gesichtspunkten.

Zielsetzung

Beinahe 50% der Oberammergau umgebenden Wälder haben Schutzwaldcharakter. Im Gemeindewald sind 87% der Holzbodenfläche für Wasserschutz, 84% für Bodenschutz und 67% für Lawinenschutz von besonderer Bedeutung. Die durch Schadstoffe, Windwürfe und Borkenkäfer belasteten Schutzwälder sollen zu einer standortgerechten, stabilen Dauerbestockung entwickelt werden. Auch in allen Gemeindewäldern sollen langfristig stabile Bergmischwälder durch Verjüngung und Pflegenutzung (Erhaltung von Mischbaumarten, Verbesserung der Bestandsstabilität, Steigerung der Zuwachsleistung) aufgebaut werden.

Durchführung

Der Bau- und Umweltausschuß hat zur Verstärkung der Aktivitäten im kommunalen Umwelt- und Naturschutz beschlossen, im neuen Forstwirtschaftsplan die Erhaltung des Bergmischwaldes als wichtigstes Ziel aufzunehmen. Zur naturgemäßen Waldbewirtschaftung und zur Sanierung der Schutzwälder wurde dieser Forstwirtschaftsplan beschlossen. Er sieht vor:
Langfristige Behandlung: v.a. Boden und Lawinenschutz durch keine oder geringe Nutzungen in vorhandenen Beständen. Nutzungen sollen der Strukturverbesserung dienen.
Verjüngungsnutzung;
Pflegenutzung: Jungbestandsflege (Negative Auslese, Standraum- und Mischregulierung), Jungdurchforstung (Förderung der qualitativ besten Bestandsglieder) und Altdurchforstung (Plege der Elitebäume).
Waldfunktionsplanung und Funktionstauglichkeit der Bestände:
Kartenmäßige Darstellung der örtlich und regional wichtigen, vorrangigen Schutz- und Erholungsfunktionen, sowie besonderer Bedeutungen. Des weiteren wurde zur Schutzwaldsanierung eine Vereinbarung zwischen Gemeinde und Forstamt geschlossen. Dabei übernimmt die Staatsforstverwaltung die Durchführung der Sanierungsmaßnahmen, die Gemeinde Oberammergu steht den Maßnahmen hilfreich beiseite. Insgesamt wurden ca. 1400 Festmeter Borkenkäferholz ins Tal transportiert und zehntausende Jungpflanzen eingesetzt.

Wirkung

Bisher wurden 48,2 ha Wald saniert (vorwiegend im Privatwald). Das Verbißinventar ergab leider hohe Ausfälle wegen Wildverbiß.

Standort

Oberammergau

Beteiligte

Schutzwaldsanierung: Gemeinde Oberammergau, Forstamt Oberammergau (Staatsforstverwaltung)
Naturgemäße Waldbewirtschaftung: Gemeinde Oberammergau, Gemeinde Unterammergau, Forstamt Oberammergau, Wald-Weide und Streugenossenschaft Oberammergau, freiberufliche Forstleute.

Finanzierung

Die Gesamtkosten der Schutzwaldsanierung belaufen sich über 10 Jahre auf ca. 500.000 DM, wobei der Freistaat Bayern, Staatsforstverwaltung 95% der Kosten, die Gemeinde Oberammergau 5% der Kosten übernimmt. Pläne zur naturnahen Forstbewirtschaftung: 35.000 DM (50% Gemeinde, 50% Staat)

Projektkosten

257'000.00 Euro

Ansprechperson

Ammergauer Alpen GmbH
Jörg Christöphler
Eugen-Papst-Str. 9a
82487 Oberammergau / DE
Telefonnummer: +49 8822 92 27 40
Telefax: +49 8822 92 27 45
Email: info@ammergauer-alpen.de
Internet: http://www.ammergauer-alpen.de