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Auf dem Weg zur Umweltmustergemeinde

Mäder/A

Von der Vision, die leitet, und der Wärme, die entsteht: Die Gemeinde Mäder/A steht für ein ganzheitliches Konzept in Richtung Nachhaltigkeit: Gemeindeenergiekonzept, energieeffiziente Gebäude, nachhaltige Raumplanung, Sozialleitbild, Gemeindekooperationen – einfach eine Umweltmustergemeinde. © Geminde Mäder

Rainer Siegele ist oft unterwegs. Sei es eine Sitzung des Gemeindenetzwerks "Allianz in den Alpen", dessen Vorsitzender er ist, oder ein Treffen der e5-Gemeinden oder eine Veranstaltung zum Klimabündnis - mit dem umtriebigen Bürgermeister ist Bewegung in die Gemeinde Mäder/A gekommen. Eines seiner ehrgeizigen Ziele besteht darin, den Energieverbrauch in der Gemeinde drastisch zu senken und die CO2-Bilanz wesentlich zu verbessern. Mäder ist bereits 1993 dem Klimabündnis beigetreten und hat im eigenen Wirkungsbereich das Klimabündnisziel erreicht. Möglich war dies dank einer Reihe von Massnahmen, die in einem Energiekonzept für die gesamte Gemeinde eingebettet sind. Als ein Schwerpunkt sieht das Energiekonzept vor, die Bevölkerung für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Energie zu motivieren und zu schulen. Die Gemeindezeitschrift "Mäderer Usscheall'r" berichtet regelmässig über Aktuelles und Aktivitäten zum Thema Energieeinsparung. Jedes Jahr finden mindestens zwei Veranstaltungen zum Thema "Energie" statt. Die Gemeinde Mäder zeichnet sich des Weiteren durch hervorragende Resultate bei CO2-Einsparungen aus: Bei Sanierungen von gemeindeeigenen Gebäuden wie Volksschule und Kindergarten wurde diejenige Technik verwendet, die die höchste Energieeinsparung und den geringsten Umweltschaden versprach. Das Resultat ist ein Schul- und Kulturzentrum, das zu über 90 Prozent mit Biomasse beheizt wird. Bei einem Bodenverkauf wurde zudem den Richtlinien entsprechend für energieeffizientes Bauen ein Erlass auf den Bodenpreis gewährt. In Sachen Energie tut sich allerdings noch mehr: Seit Juni dieses Jahres wird ausschliesslich Ökostrom von Vorarlberger ÖkostromproduzentInnen gekauft. Die gemeindeeigene Photovoltaikanlage wurde ausgebaut, fünf elektrounterstützte Fahrräder und ein Elektroauto wurden angeschafft. Diese können von der Bevölkerung für den eigenen Bedarf ausgeliehen werden. Für ihre Aktivitäten erhielt die Gemeinde den European Energy Award in Gold. Mit einem Umsetzungsgrad von 85 Prozent liegt Mäder unter den Vorarlberger Gemeinden auf Platz drei, was zugleich einen Platz im europäischen Spitzenfeld bedeutet. Der heutige Weg wurde bereits vom früheren Bürgermeister Hildebert Ender eingeschlagen. Rainer Siegele hat ihn konsequent fortgesetzt. Und die BürgerInnen von Mäder haben sich zweifelsohne von der Energie des Bürgermeisters anstecken lassen. Das Erfolgsrezept für die erfolgreiche Entwicklung zur Umweltmustergemeinde? "Ich rate den BürgermeisterInnen, sich ein gutes Konzept zu überlegen und zu versuchen, möglichst viele MitstreiterInnen zu gewinnen", so Bürgermeister Siegele. Sagt's, packt seine Sachen zusammen und macht sich auf zur nächsten Besprechung.

Ansprechperson

Gemeinde Mäder
Alte Schulstr. 7
6841 Mäder / AT
Telefonnummer: +43 5523 52860
Telefax: +43 5523 52860 20
Email: gemeinde@maeder.at
Internet: http://www.maeder.at