CIPRA Vertretungen:

Benutzerspezifische Werkzeuge

  Suchfilter  

Projekte

Kräuterprojekt "Alchemilla" - Kräuterprodukte, Kräuter-Seminarangebot und Kräuterthemenweg im Biosphärenpark Großes Walsertal

Alchemilla - Logo

Alchemilla

"Alchemilla" - unter diesem Namen entwickeln Frauen aus 6 Gemeinden im Biosphärenpark Großes Walsertal Kräuterprodukte (wie Seifen, Kräuterkissen, Salben, etc.). Im Rahmen des Kräuterwochenendes vom 31.8. - 2.9. 2007 werden diese erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Rahmen des Projekts wird eine Vermarktungsschiene für diese Produkte aufgebaut, u.a. eine gemeinsame Broschüre. Ein Themenweg und eine Ausstellung zu Kräutern inkl. begleitender Broschüre werden entstehen, um das Thema Kräuter umfassend inhaltlich aufzubereiten und zu vermitteln. Das Große Walsertal liegt im Zentrum Vorarlbergs und ist mit 3'500 EinwohnerInnen auf einer Fläche von 192 km² sehr dünn besiedelt. Im Tal gibt es kaum Industrie, dafür eine intakte Kulturlandschaft, sehr artenreiche Blumenwiesen und nahezu unberührte Naturlandschaft. 1998 bewarben sich die sechs Gemeinden des Tales gemeinsam als Region um das Zertifikat "Biosphärenpark" bei der UNESCO, das sie im November 2000 erhielten. Zahlreiche Projekte in den Bereichen Landwirtschaft, Gewerbe, Tourismus und Umweltbildung werden seither umgesetzt, um den mit der UNESCO Auszeichnung verbundenen Anspruch, Modellregion für naturverträgliches Leben und Wirtschaften zu sein, umzusetzen.
Herbstmarkt

Herbstmarkt © www.walsertal.at

Kräutersalat

Kräutersalat © www.walsertal.at

Zielsetzung

Ziel ist es, eigenmächtige Betätigungsfelder für Frauen in der Region zu schaffen und die bestehende Eigeninitiative der Frauen zu bestärken. Außerdem wird dem Thema Kräutern Aufmerksamkeit geschenkt und das Erfahrungswissen der Frauen bleibt erhalten und zugänglich. Hochwertige Kräuterprodukte werden gemeinsam vermarktet und beworben. Außerdem wird ein Kräuter-Themenweg entstehen und eine begleitende Ausstellung konzipiert, in denen Kräuter und Kräuterprodukte sowie ihre Wirkungsweise und ihr Vorkommen in der Kulturlandschaft umfassend vorgestellt werden. So wird zugleich die Bedeutung naturverträglicher Wirtschaftsweisen für den Erhalt der Kräuterwiesen sichtbar gemacht. Die Vermarktung regionaler Kräuterprodukte schafft regionale Wertschöpfung und stellt für die Frauen eine eigenbestimmte Erwerbsmöglichkeit dar - dies in einer Region, in der die Beschäftigungsmöglichkeiten für Frauen sehr beschränkt sind. Kooperationen mit Betrieben im Tal und über das Tal hinaus werden angestrebt.

Durchführung

9 Frauen haben, unterstützt durch Exkursionen und einen Kurs, jeweils eigene Kräuterprodukte entwickelt, diese wurden beim Herbstmarkt 2006 zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Heute umfasst die Gruppe 16 aktive Frauen. In Workshops im Jänner 2007 erarbeiteten die Frauen gemeinsam das Credo der Kräutergemeinschaft und Kriterien für ihre Produkte: Zutaten aus der Region oder - wenn dies nicht möglich ist - aus biologischer Landwirtschaft bzw. aus fairem Handel gehören beispielsweise dazu. Aber auch der sorgsame Umgang mit den Pflanzen und miteinander. In zahlreichen Sitzungen wurde das Alchemilla Kursprogramm erarbeitet. Die Projektbroschüre und eine gemeinsame Linie für den Marktauftritt sind ebenfalls bereits fertig gestellt.
Die Teilnahme an Märkten in der Pilotphase bildete eine gute Basis, um Absatzmöglichkeiten und passende Preise zu entwickeln. Außerdem wurde ein Workshop zum Thema Preisgestaltung durchgeführt. Die Produkte werden derzeit in 2 Hotels in der Region, im Tourismus- und Biosphärenparkbüro und in einem Bio-Regionallladen vertrieben. Weitere Kooperationen können folgen.
Ab dem Winter 2007/2008 wird - unterstützt durch fachliche Begleitung - ein Kräuter-Themenweg und eine Ausstellung konzipiert und errichtet. Einen Vorschlag für einen geeigneten Standort für den Themenweg gibt es bereits, andere Vorschläge werden abgewogen.
Projektbegleitende Veranstaltungen wie die Gartentage oder verschiedene Kursangebote helfen dabei, Aufmerksamkeit für das Thema Kräuter und das damit verbundene Erfahrungswissen zu gewinnen. Kooperationen werden angestrebt: Neben der bereits erwähnten Kooperation mit dem Gastronomiebetrieb ist in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverein bereits eine Kräuterpauschale entstanden, Angebote im Winterprogramm werden folgen. Auch mit den Alp- und Wanderbussen und einer Alpe soll ein gemeinsames Angebot mit Kräuterjause geschaffen werden. Mit dem Bio-Regionalladen in Sulz gibt es eine erste Partnerschaft außerhalb des Tals, weitere Kooperationen, bspw. ein Austausch mit dem Allgäuer Kräutergarten Artemisia, sind im Gespräch.

Projekt Region

Biosphärenpark Großes Walsertal

Standort

Thüringerberg, St. Gerold, Blons, Sonntag, Fontanella, Raggal

Beteiligte

Frauen aus dem Biosphärenpark Großes Walsertal, Biosphärenpark Großes Walsertal Management, Gemeinden, Tourismusverein Großes Walsertal und Einrichtungen des Tourismus;

Finanzierung

Fördermittel aus DYNALP² (in Euro): 9'100
Eigene Mittel, bzw. Gelder von Geldgebern (in Euro): 9'100

Projektkosten

18'200.00 Euro

Ansprechperson

Biosphärenpark Großes Walsertal
Ruth Moser
Jagdbergstraße 272
6721 Thüringerberg / AT
Telefonnummer: +43 5550 20360
Telefax: +43 5550 2417 4
Email: [email protected]
Internet: http://www.grosseswalsertal.at/