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Projekte

Initiative Alpsee 2000 Immenstadt - Fremdenverkehrsinnovation im ländlichen Raum

Projekt zur ganzheitlichen und nachhaltigen Entwicklung der Alpseeregion in deren Lebensbereichen; u.a. im Bereich Fremdenverkehr, Landwirtschaft, Natur- und Landschaftspflege.

Zielsetzung

In einem ganzheitlichen Ansatz soll durch Initiierung, Koordination und Steuerung der Umsetzungen verschiedener innovativer Projekte im Bereich des mittelständischen Gewerbes einschließlich Landwirtschaft, in Handel- und Dienstleistungen sowie im Bereich Kultur, des Städtebaus und des Naturschutzes in Form eines zukunftorientierten Gesamtkonzeptes die Attraktivität der Alpseeregion gesteigert, Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen werden. Mit dem Leitthema "Die Landschaft erkennen - nutzen - herausarbeiten" sollen bestehende Werte und Potentiale der Landschaft und des Siedlungsraumes wieder in Erinnerung der ansässigen Bevölkerung gerufen werden. Dies soll zu einer Steigerung des gesamten Raumerlebnisses um den Alpsee genutzt werden.
Übergeordenete Projektziele: Darstellung räumlicher Qualitäten, Schaffung und Stärkung des regionalen Bewußtseins und eines positiven regionalen Images, Vermittlung des einheitlichen Wirtschaftsraumes, Schaffung eines kreativen Milieus, Anregung des Investitions-, Sanierungs- und Unternehmenswillen der ortsansässigen Bevölkerung, Stärkung vorhandener Werte und Potentiale, Mitarbeit und Sensibilisierung der Bevölkerung, Schaffung von zusätzlichen Einkommensmöglichkeiten im Rahmen der Umsetzungsprojekte. Städtebauliche Aufwertungen und touristische Attraktivierungsmaßnahmen sollen einen Entwicklungsschub für weitere Investitionen im Gesamtraum schaffen.

Durchführung

Den planerischen Schwerpunkt bildet die Entwicklung und Präzisierung der Flächennutzungen. Folgende Aktionen, Planungen bzw. Maßnahmen sind im Rahmen der "Initiative Alpsee 2000" bisher getätigt oder im Gange: Zielkonzept für die regionale Entwicklung "Alpsee 2000" - Prüfung von Einzelvorhaben.
Renaturierungsprogramm Konstanzer Ach: Das Tal der Konstanzer Ach westlich des großen Alpsees wird durch intensive landwirtschaftliche Bewirtschaftung geprägt. Durch die Topographie der umliegenden Landschaft erfolgt der Oberflächenabfluß des Niederschlagwassers schnell und belastet somit die Konstanzer Ach, den großen und den kleinen Alpsee. Durch Renaturierungsmaßnahmen am Ufer der Konstanzer Ach sollen der Oberflächenabfluß abgepuffert werden und zugleich artgerechte Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen werden.
Landschaftlicher und städtebaulicher Rahmenplan Ostufer Alpsee/Bühl-See-Hub: Die drei Siedlungsschwerpunkte Bühl, See und Hub am Ostufer des Alpsees werden durch fremdenverkehrliche Nutzungen und Angebote geprägt. Die städtebauliche und landschaftliche Struktur zeigt hier vor allem für den wichtigsten Wirtschaftsfaktor Tourismus eine Funktionsschwäche. Im Rahmen einer ganzheitlichen Planung soll die Fremdenverkehrswirtschaft einschließlich Infrastruktureinrichtungen hier gestärkt werden und im landschaftlichen sowie städtebaulichen Gefüge eine angepaßte Ausformung finden. Ortsentwicklungskonzepte für die Orte Bühl, See und Hub als Vorkonzepte: Im Rahmen des besonderen Städtebaurechts gemäß §§136ff. BauGB soll für die Ortsteile Bühl, See und Hub eine Grundlage für eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung geschaffen werden, unterstützt durch die zur Zeit gültigen rechtlichen Möglichkeiten zur Abschreibung und Steuerung.
Entwicklungskonzept für die neue touristische Mitte in See - See Hafensituation: Kernpunkt der touristischen und wirtschaftlichen Aufwertung bildet der sog. Hafenbereich mit den umliegenden Infrastruktureinrichtungen, Straßen, Wegen und Plätzen einschließlich der Promenade. Gesamtkonzept für die Umgestaltung der Bäder in Immenstadt, am kleinen Alpsee und am Großen Alpsee: Eine der wesentlichsten Funktionsschwächen in diesem Raum stellt der Mangel an Schlechtwettereinrichtungen dar, einschließlich Erholungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten zum Baden. Immenstadt unterhält drei Badestandorte, die in ihrer Attraktivität sowie in der Wirtschaftlichkeit ohne gegenseitige Konkurrenzsituation Mängel aufzeigen. Beim Gesamtkonzept für Bäder werden die Konkurrenzpole zwischen ganzahresbetriebenen Schüler-, Vereins-, Familienhallenbad, dem saisonal betriebenen Freibad und dem Strandbad am großen Alpsee aufgezeigt und Lösungsmöglichkeiten für eine zielgruppengerichtete, attraktive und wirtschaftlich begründete Lösung gesucht.
Städtebauliche Anpassung der Planfeststellung B 308 Neu - Nordtrasse: Die geplante B 308 Stadtumgehung Immenstadt zeigt in der Planung und Akzeptanzfindung drei wesentlich Konfliktzonen. Das sind die Überfahrung/Durchfahrung der Stadtalpe, die Überquerung der Missener Straße und des Freibades am kleinen Alpsee sowie die Überquerung des Konstanzer Achtales vor der Ortschaft Bühl. Bei der städtebaulichen Anpassungsplanung werden neben den parallel laufenden landschaftspflegerischen Planungen, Konflikte aufgezeigt, die die Entwicklung des Siedlungsgefüges beeinträchtigen und entsprechende Lösungsansätze gesucht. Öffentlichkeitsarbeit durch Arbeitskreise, Workshop´s, Bürgerinformationen und einer Broschüre: Durch die von Beginn der Planungsarbeiten im Jahr 1999 an laufenden öffentlichkeitswirksamen Diskussion, Veranstaltungen für die Planung und Untersuchungen wird für das Projekt eine breite Akzeptanz bei der im Planungsraum ansässigen Bevölkerung hergestellt.
Weitere Vorgehensweise:
Projektmanagement einschließlich weiterer Vertiefung einer zukunftsorientierten Gesamtkonzeption durch Koordination der Planungen und Maßnahmen für die Bereiche Fremdenverkehr, Landwirtschaft und Infrastruktur; räumliche und wirtschaftliche Prüfung der städtebaulichen Konzepte und Abstimmung auf die geplanten Maßnahmen der Fremdenverkehrsinfrastruktur - Impulsgeber, Imagemarken;
Feststellung der notwendigen städtebaulichen Nutzungssicherungsmaßnahmen, Existenzsicherung, usw.
Entwicklungsmaßnahmen für Bauprojekte und Bauteile;
Öffentlichkeitsarbeit mittels Projektvermarktung, Investorenbetreuung, Betreiber-Konfigurationen für Freizeitangebote, Nebenerwerb und Gesamtanimation.

Wirkung

Die Attraktivität der Alpseeregion konnte gesteigert werden.

Standort

Immenstadt im Allgäu

Beteiligte

Das Projekt "Alpsee 2000" beinhaltet konzeptionelle Ansätze aus den verschiedensten Fachrichtungen, umfaßt die Bereiche Städtebau, Natur- und Landschaftspflege, Gewässerpflege, Wirtschafts- und Tourismusentwicklung, Ingenieurbau, Werbe- und Öffentlichkeitsarbeit.

Finanzierung

Gesamtkosten werden auf 30-40 Mio DM geschätzt.
Bayerisches Städtebauförderungsprogramm (Förderungssatz 60 %), Wirtschaftsförderung/Gemeinschaftsinitiative "LEADER II" (Fördersatz 50 %).

Projektkosten

18'000'000.00 Euro

Ansprechperson

Marktgemeinde Bad Hindelang
Marktstraße 9
87541 Bad Hindelang / DE
Telefonnummer: +49 (0)8324 892 31
Email: [email protected]
Internet: http://www.badhindelang.de