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Niedrigenergiehaus Au

Niedrigenergiehaus Au
Die Sanierung des zweigeschossigen Hauses aus dem Jahr 1967 wurde im Zuge einer Vergrößerung von einem Ein- zu einem Zweifamilienhaus durchgeführt. Vor der Sanierung lag der Energiebedarf bei 235 kWh/m²a. Nach der Sanierung liegt der Heizenergiebedarf im Bereich eines Passivhauses und wird vollständig autakt erzeugt. Da im es im Winter am Standort (800 m ü.M.) immer wieder zu Schneefall kommt, wurde die Solaranlage nicht auf dem Dach sondern in die Südfassade integriert. In den Wintermonaten kann so die Sonneneinstrahlung optimal genutzt werden. Durch die Reflektion bei Schneelage erhöht sich der Wirkungsgrad auf 70 bis 80 %. Schon beim ersten Sonnenschein, aber auch bei diffusem Licht, können die Absorber die Strahlung gleich aufnehmen. Die höchsten Temperaturen werden Ende Januar erreicht. Im Sommer hingegen schattet das Dach einen Teil ab. Auch die Reinigung, die jährlich im Herbst durchgeführt wird, ist mit Wischern auf ausziehbaren Teleskopstielen leicht möglich. Durch die 92 m² grosse Solarfassade wird in Kombination mit dem 30 m³ Pufferspeicher der gesamte Energiebedarf für Heizung und Warmwasser gedeckt. Seit 1998 wird auch Strom zu 100% aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen. Die Amortisationszeit der Anlage beträgt laut Betreiber weniger als 8 Jahre. Im Zuge der Sanierung wurde auch ein kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung installiert. Das eigentliche Heizsystem stellt eine Deckenheizung dar, für die Kupferrohre in den Beton (Anbau) bzw. auf die alten Hohlkörperdecken (Altbau) aufgelegt wurden. Deckenheizungen haben gegenüber Fussboden- oder Wandheizungen den Vorteil nicht mit Teppichen, Parkett, Möbeln oder Bilder an der Wärmeabgabe gehindert zu werden. Die Decke kann darüber hinaus als zusätzlicher Speicher verwendet werden. Die Gebäudehülle wurde im Bereich des Daches und der Aussenwand nach Passivhauskriterien gedämmt. Die Wasserversorgung erfolgt über die örtliche Wassergenossenschaft und mit aufgefangenem Regenwasser. Durch die Verwendung wassersparender Amaturen konnte der Verbrauch gegenüber der Vorjahre um 50% gesenkt werden. Die Erwärmung des Brauchwassers findet in Edelstahlspirorohren die in den Pufferspeicher eingelegt sind statt. Sollten die Warmwassertemperaturen unter 55 Grad fallen war eine Nacherwärmung über Elektroboiler geplant. Dies ist aber, wie sich nach Inbetriebnahme herausstellte, nicht erforderlich, da die Erwärmung über die Solaranlage ausreichend ist.

Energiekennzahl

keine Angabe

Konstruktionsweise

Mischbau

Baustoffe aus der Region

Verwendung von regionalem Holz: Fichte für Assenfassade und Innenausbau

Nutzfläche

180 m²

Ansprechperson

sohm solar energy gmbh
Franz Sohm
Schrecken 390
6883 Au Bregenzerwald (V) / AT
Telefonnummer: +43 5515 20 33
Telefax: +43 5515 20 33
Email: franz.sohm@utanet.at

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