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Zonenplan im Gebiet Gola di Lago

Das Koordinationsblatt 9.13 des kantonalen Richtplans Tessin 1990 sieht für Gola di Lago folgende Zielsetzung vor: "Die Interessen der Erholungssuchenden mit denjenigen der Natur, der Landschaft, der Landwirtschaft und der Armee ins Gleichgewicht bringen". Die Gemeinden Camignolo, Tesserete, Lugaggia, Vaglio und Sala Capriasca wurden mit der Realisierung eines Zonenplans für dieses Gebiet beauftragt. Die Region Valli di Lugano (RVL) war sich der Schwierigkeit bewusst, die öffentlichen Körperschaften zu einer solchen Studie zu bewegen, und hat selbst ein Planungsdokument verfasst. Es zeigt auf, wie die Konflikte zwischen den verschiedenen Aktivitäten behoben werden könnten. Konfliktfreie Nutzung eines Gebietes. Aufteilung des Gebietes in Sektoren mit jeweils eigener Nutzung. Überschneidung der Interessen und Konflikte möglichst vermeiden und gleichzeitig die natürlichen Elemente und die Landschaft in Wert setzen.

Zielsetzung

Aufteilung des Gebietes in Sektoren mit jeweils eigener Nutzung. Überschneidung der Interessen und Konflikte möglichst vermeiden und gleichzeitig die natürlichen Elemente und die Landschaft in Wert setzen.

Durchführung

Die RVL hat als erstes eine Analyse der aktuellen Lage (1996) durchgeführt.
Aufgrund dieses Dokumentes wurden dann Bewirtschaftungsmassnahmen beschlossen. Mit ihrer Koordination versuchte die RVL eine enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Parteien (Amt für Naturschutz, Eidg. Militärdepartement, Burgergemeinden von Camignolo und Campestro, Verkehrsbüro der Valli di Lugano ETVL) herzustellen. Die Zusammenarbeit wurde an mehreren Sitzungen, in welchen jede Partei ihre Interessen vorbrachten, nach und nach aufgebaut. Dank diesem Dialog und der Zusammenarbeit fanden die Parteien eine für alle annehmbare Lösung. Auf diese Weise konnten die Schwierigkeiten bei der Zweckbestimmung der Flächen und bei der Definition der Prioritäten durch die Betroffenen gelöst werden. Die Realisierungsphase hat bereits begonnen. Als erste Massnahme werden das Hochmoors und die Weiden umzäunt, um Missbräuche und Schäden durch andere Benutzer zu verhindern. Weiter muss die Nutzung der Erholungszone festgelegt und der Zonenplan entsprechend geändert werden. Vorgesehen sind Parkplätze, sanitäre Anlagen, Trinkwasseranschluss und Pic-nic-Plätze mit Grill. Zuletzt soll auch noch ein Angebot für Agrotourismus auf der Alp von Sta. Maria entstehen.

Wirkung

Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Körperschaften und anderen Organisationen mit sehr unterschiedlichen Zielen;
- In Wert setzen der natürlichen Ressourcen für den Tourismus (Landschaft und Hochmoore);
- Verbindung zwischen einer traditionnellen Aktivität (Alpwirtschaft) und der Landschaftspflege;
- Wirtschaftsförderung durch Einbezug einer agro-touristischen Aktivität;
- Aufstellen eines Informations- und Lehrraumes zum Thema "Moorlandschaft".
Die Aufwertung der Landschaft und die Respektierung der Landwirtschaftszone sind das Zeichen für den Erfolg einer langen Beratung.

Beteiligte

Amt für Naturschutz, Eidg. Militärdepartement, Burgergemeinden von Camignolo und Campestro, Verkehrsbüro der Valli di Lugano ETVL

Finanzierung

Die Studien- und Koordinationsphase kostete CHF 20’500.-.
Sie wurde wie folgt finanziert: CHF 6’000.- mit Eigenkapital und CHF 14’500.- über Beschäftigungsprogramme. Die RVL bleibt für die Koordination zukünftiger Aktivitäten verantwortlich, die beiden betroffenen Gemeinden für die Änderungen der Zonenpläne: Camignolo für den grösseren Teil und Tesserete für eine kleinere Fläche (ungefähr 2000 m2). Das agrotouristische Projekt wird vom Alpbesitzer - die Burgergemeinde von Camignolo - mit Hilfe von IHG-Krediten entwickelt. Die Kosten wurden noch nicht bestimmt.

Ansprechperson

Jonathan Stampanoni
Casella postale 8
6950 Gola di Lago / CH
Telefonnummer: +41 91 943 12 26
Telefax: +41 91 943 40 94
Internet: http://www.ch-regio.ch/214_01f.htm