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Projekte

Tälerbus in den Wanderregionen Lungau, Murau, Nockberge, Schladming und Sölk

Ohne Auto mobil in den Wanderregionen Lungau, Murau, Nockberge, Schladming und Sölk; auch die Anreise der Urlauber soll mit der Bahn erfolgen.

Zielsetzung

- Erhaltung und Verbesserung der Umweltqualität der Wanderregionen durch Minimierung des Individualverkehrs
- Förderung der „sanften“ Mobilität durch den Einsatz von umweltfreundlichen Beförderungsmitteln (E-Busse)
- Mobilität im regionalen Zusammenhang

Durchführung

1989 wurde auf den vier Tälerbusstrecken Weißpriach, Göriach, Lessach und Prebersee begonnen, seit 1990 besteht ein flächendeckendes Netz in etwa der derzeitigen Ausdehnung.
Das Netz in Stichpunkten:
Vollbetrieb aufgrund der kurzen Sommersaison nur während der 9 schulfreien Sommerwochen:
Busverkehr auf der Lungauer Hauptlinie stündlich, auf der Murtalbahn 2-stündlich (Zug, teilweise auch Bus); Tälerbus Murtal ca. zweistündlich; Riedingtal stündlich; weitere Täler 2-4 Kurspaare, teilweise nur nach Bedarf. Nebensaisonbetrieb etwa ab Ende Mai bis 26.Okt. nur nach Voranmeldung (Bedarfsfahrten).
Öffentlichkeitsarbeit:
Seit drei Jahren werden durch die Unterstützung des Umweltministeriums Fahrpläne, Wandervorschläge und div. Prospektfolder in Zusammenarbeit mit den Tourismusstellen, Nationalpark- und Naturparkverwaltungen (vorher nur Fahrplanheft und kopierte Zettel mit Wandervorschlägen) herausgegeben.
Kombinationsangebote gab es 1995 mit Stock-Holidays; die beabschichtigte Kooperation mit dem ÖBB-Sommerticket für 2000 ist leider gescheitert, da die ÖBB frequentiertere (=touristisch mehr genutzte und daher übernutzte) Urlaubsdestinationen vorgezogen hat.

Wirkung

Einige Täler konnten für den Verkehr gesperrt und damit vor der Autolawine bewahrt werden (Riedingtal, Lantschfeldtal, Weißpriachtal, Lignitztal); bei anderen Tälern konnte eine beabsichtigte Öffnung für Pkw durch die Einführung der Tälerbusse verhindert werden (Murtal, Rantental, Etrachtal). Vom Gesamtprojekt geht eine Signalwirkung in Richtung Umweltschutz und alternative Verkehrsmittel aus. Tälerbusverkehre auf gesperrten Wegen sind im allgemeinen gut ausgelastet und wirtschaftlich selbsttragend (z.B. Riedingtal 13.000 Fahrgäste und Murtal 2.000 Fahrgäste pro Saison; Lessach und Göriach nur je 80 -120 Fahrgäste pro Saison).

Beteiligte

Je nach Situation wurden Zweckallianzen mit Weggenossenschaften, Gebietskörperschaften, Verkehrsunternehmen, Natur- und Nationalparkverwaltungen ins Leben gerufen.

Finanzierung

Kosten 1989: 35.000,-; finanziert von Gemeinde und aus dem Tourismus.
1990 - 1997: jährl. Aufwand ca. 300.000 (ohne die ehrenamtliche Projektarbeit), die folgendermaßen gedeckt werden: ca. 100.000,- durch Einnahmen, 100.000,- durch Ländersubventionen, ca. 100.000,- durch Gemeinde und Tourismusspenden (je 2.000,-)
ab 1998: defizitäre, vom Tälerbus bisher "durchgefütterte" Linienverkehre werden vom Salzburger Verkehrsverbund übernommen ("Lungautakt").
Ab 1999: defizitäre, vom Tälerbus bisher durchgefüttert Linienverkehre werden vom Steirischen Verkehrsverbund übernommen ("Murautakt"). Dazu Sonderfinanzierungen im Bereich von Natur- und Nationalparks sowie von Mautstraßen (Sölktäler, Nockalmstraßen, Riedingtal).

Ansprechperson

Andreas Hocevar
Ferienregion Lungau
5582 St. Michael im Lungau  / AT
Telefonnummer: +43 6474 6070
Telefax: +43 6474 6070
Email: webmaster@taelerbus.at
Internet: http://www.taelerbus.at