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Warscheneck (AT)

Nein zur Skischaukel - Ja zur Natur

«Ich kann mir nicht vorstellen, dass man in eine so einzigartige Landschaft ein Skigebiet baut.» Herbert Jungwirth, Naturschützer und langjähriger Funktionär beim Österreichischen Alpenverein, war am Kampf gegen die geplante Skigebietsverbindung «Höss-Wurzeralm» über das Warscheneck/A beteiligt (siehe Video). Der Kampf hat sich gelohnt.

Das Gipfelplateau des 2'388 Meter hohen Hauptgipfels Warscheneck beherbergt eine üppige Blumenpracht, darunter Widders Kohlröschen, Stängelloses Leimkraut und Trollblumen. Heimisch sind hier auch viele seltene Tierarten wie Auerhuhn, Dreizehenspecht oder Feuersalamander.

Das Erschliessungsprojekt sah vor, die zwei Skigebiete Höss und Wurzeralm seilbahn- und skitechnisch zu verbinden. Die Pläne dafür existieren schon seit langem. Bereits 2011 gab die Rechtsservicestelle Alpenkonvention bei CIPRA Österreich dazu eine negative Stellungnahme ab. Eine Erschliessung sei aufgrund völkerrechtlicher Verträge - wie das Naturschutzprotokoll der Alpenkonvention, welches Österreich ratifiziert hat - nicht möglich. Die Planer des Erschliessungsprojekts gaben aber nicht auf und wollten prüfen lassen, ob eine Überspannung des Naturschutzgebiets mit einer Seilbahn rechtlich zulässig sei. Eine weitere Stellungnahme seitens der Rechtsservicestelle bei CIPRA Österreich sowie ein Rechtsgutachten der Universität Linz im Auftrag des Landes Oberösterreich, das im April 2017 präsentiert wurde, bestätigen die Aussagen der Rechtsservicestelle deutlich.

Da jetzt Klarheit herrscht, kann sich die Region mit Alternativen beschäftigen, die Naturschutz und Wirtschaftlichkeit unter einen Hut bringen.

www.cipra.org/de/news/keine-skiverbindung-im-naturschutzgebiet, Aus für Skischaukel Höss-Wurzeralm, www.warscheneck.at

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