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Der Bär (Ursus arctos)

© Ruth Rudolph pixelio.de

Bären brauchen intakte Lebensräume wie Laubwälder, wo sie genügend Samen, Beeren und Fallobst finden. Sie ernähren sich zu 70 Prozent vegetarisch. Darüber hinaus fressen sie Aas und wenige Nutztiere. Sie sind grundsätzlich menschenscheu, verlieren ihre Scheu aber, wenn sie gefüttert oder von leicht zugänglichen Nahrungsquellen wie Mülltonnen oder Bienenhäusern angelockt werden. Übergriffe auf Menschen kann es geben, wenn sie überrascht werden, wenn sie ihre Jungen verteidigen, beim Fressen oder wenn ein Hund anwesend ist. Durch richtiges Verhalten können die Risiken minimiert werden.

In den Alpen werden 50 bis 60 Bären vermutet, die meisten in isolierten Populationen in den Ostalpen (Stand 2012). In Trentino/I wurde der Bestand zwischen 1999 bis 2002 mit Tieren aus Slowenien aufgestockt. Ab und zu wandert ein einzelner männlicher Jungbär Richtung Zentralalpen. Bis die Weibchen wandern und sich anderswo Populationen bilden, kann es Jahrzehnte dauern. Damit gilt der Bär nach wie vor als gefährdete Spezies.

 

Quellen und weiterführende Informationen:

Wo war der Bär? — 670Kb
Grafik aus dem CIPRA Jahresbericht 2010