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Internationaler Tag der Berge

(11.12.2007) Der von der UNO-Generalversammlung beschlossene Internationale Tag der Berge jährt sich heute zum fünften mal und steht ganz unter dem Motto des Klimawandels. Ziel dieses Tages ist es die Menschen für bergspezifische Belange zu sensibilisieren. Für die Alpen ist das bereits gelebte Realität. Die Alpenkonvention, das internationale Übereinkommen zum Schutz der Alpen, ist ein Instrument zur nachhaltigen Entwicklung des Alpenraumes.

Das Aufgreifen klimarelevanter Themen durch die Presse, die damit verbundene Medienpräsenz, das kontinuierliche Durchführen von Forschungsprojekten zum Thema Klimawandel, das Suchen nach Lösungen und Klimaanpassungsstrategien zeigt, dass sich die Alpenkonvention in ihrem Bestreben einem überaus aktuellen
Thema annimmt.
Im Vordergrund dieses weltweit einzigartigen Übereinkommens steht eine ganzheitliche Politik zur Erhaltung und zum Schutz der Alpen unter umsichtiger und nachhaltiger Nutzung der Ressourcen. Der völkerrechtlich verbindliche Vertrag
gliedert sich in acht sektorale Protokolle – Raumplanung und nachhaltige Entwicklung, Berglandwirtschaft, Naturschutz und Landschaftspflege, Bergwald, Tourismus und Freizeit, Bodenschutz, Energie und Verkehr. Sie alle traten
österreichweit am 18. Dezember 2002 in Kraft und verfolgen ein gemeinsames Ziel – einen ganzheitlichen und integrierten Alpenschutz.
Mit dem Klimawandel nimmt sich die Alpenkonvention einer der größten Herausforderungen unseres Jahrhunderts an. Gerade im sensiblen Lebensraum der Alpen entfalten die Folgen der Klimaänderung besonders dramatisch ihre Wirkung. Unumstritten ist die Tatsache, dass die globale Klimaänderung in den Alpen in beschleunigtem Maße ihre Wirkung zeigt. Während die Temperatur in den letzten 100 bis 150 Jahren global im Durchschnitt um 0,8°C anstieg, vollzog sich im alpinen Raum eine Erwärmung von 1,6 bis 2°C. Es besteht dringlichster Handlungsbedarf.
Ursachenbekämpfung einerseits sowie Maßnahmen zur Forcierung einer natur- und sozialverträglichen Anpassung an bereits eingetretene bzw. nicht mehr zu vermeidende Folgen des Klimawandels andererseits, lauten die logische
Konsequenz.
„Wer die Alpen erhalten will, muss ab und zu Berge versetzen.“ Gemäß diesem Leitspruch verabschiedeten die MinisterInnen der Alpenländer und der Europäischen Union im Rahmen der IX. Ministerkonferenz der Alpenkonvention, am 8. November 2006, eine Deklaration zum Klimaschutz im Alpenraum. Zur Umsetzung dieser Deklaration wurde die Ausarbeitung eines Aktionsplans durch den Ständigen Ausschuss der Alpenkonvention beschlossen. Ein erster Dokumententwurf wurde in diesem Jahre bereits unter französischem Vorsitz der Alpenkonvention erarbeitet.
Unter der Prämisse der Alpenspezifität wird der Aktionsplan gegenwärtig von CIPRA, der Internationalen Alpenschutzkommission, weiterentwickelt. Im Zuge der X. Alpenkonferenz 2009 soll der Aktionsplan zum Klimaschutz verabschiedet werden.

Rückfragehinweis: Alpenkonventionsbüro der CIPRA Österreich
c/o Oesterreichischer Alpenverein
Mag. Nadine Pfahringer
Wilhelm-Greil-Straße 15
A-6010 Innsbruck
T: +43 512 59 547-43
F: +43 512 59 547-40
Kontakt

Innsbruck, 11. Dezember 2007