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Projekte zum Protokoll Naturschutz und Landschaftspflege

(c) Schwann

Wienerwald Wiesenmeisterschaft

Eine Landschaft mit besonders vielen ökologisch wertvollen Wiesen und Weiden ist nicht naturgegeben. LandwirtInnen sorgen seit Jahrhunderten dafür, dass diese nicht verbuschen und verwalden. Erhalten bleibt die Kulturlandschaft durch die extensive Nutzung mittels einer an den ökologischen Wiesentyp angepassten Intensität bezüglich Düngung, Mähhäufigkeit, Schnittzeitpunkt sowie der Beweidung mit Kühen, Pferden und Schafen und ihre Zahl.
Der Biosphärenpark Wienerwald zeichnet daher seit 2006 jährlich mit der Wiesenmeisterschaft die Arbeit der LandwirtInnen zum Erhalt der Landschaft und ökologisch wertvoller Lebensräume und Arten aus und rückt diese ins Bewusstsein der Menschen. Die Bevölkerung soll als „Wiesenpartner“ für den Wert der Wiesen und für ein richtiges Verhalten als BesucherIn sensibilisiert werden. Dies geschieht vor allem durch Wiesenführungen für Schulklassen und andere Interessierte. Die Meisterschaft findet seit 2011 in fünf bis sechs ausgewählten Biosphärenparkgemeinden
mit einem umfangreichen Programm statt. Zusätzlich bietet der Biosphärenpark Wienerwald in den beteiligten Gemeinden im Rahmen der „Wiesenmeister-Wiesenpartner“, in Zusammenarbeit mit BiologInnen und LandwirtInnen, ein umfangreiches Bildungsprogramm für Bevölkerung und Schulklassen an. Hier wird ein Einblick in die historische Nutzung der Wiesen, Wiesenpflanzen und Wiesentiere gegeben.
Ziel ist es, ein Verständnis für den hohen Wert der Mähwiesen, Obstwiesen und Weiden, die aktuelle und historische landwirtschaftliche Nutzung sowie die aktuelle Produktion nachhaltiger regionaler Produkte wie Extensivwiesenheu, Streuobstwiesenprodukte, Weiderind und -lamm, etc. und das richtige Verhalten auf den Wiesen zu fördern. Zusätzlich wurde eine Broschüre zu „Wiesen und Weiden im Wienerwald“ erarbeitet. So kann man auch zu Hause noch Spannendes über diese besonderen Kulturlandschaften erfahren.

Kontakt:
Biosphärenpark Wienerwald Management GmbH
Norbertinumstraße 9
A-3013 Tullnerbach
Tel: +43 2233 54 187-15
E-Mail: id@bpww.at
www.bpww.at

Alparc - Netzwerk Alpiner Schutzgebiete

ALPARC ist ein Netzwerk Alpiner Schutzgebiete, das mehrere hundert Schutzgebiete aller Schutzkategorien über den gesamten Alpenbogen von Frankreich bis Slowenien umfasst. Seit 1995 ermöglicht es einen intensiven Austausch zwischen den alpinen Nationalparks, Naturschutzgebieten, Biosphärenreservaten, Ruhezonen und anderen Schutzformen, an dem sich Naturschutzeinrichtungen, lokale AkteurInnen, die Bevölkerung und WissenschaftlerInnen beteiligen. Das Ziel des Netzwerks ist die konkrete Umsetzung des Protokolls der Alpenkonvention „Naturschutz und Landschaftspflege“. Das Netzwerk ist zudem auch offiziell als Instrument zur Anwendung der Alpenkonvention anerkannt.
Weitere Ziele von ALPARC umfassen die Förderung des Austauschs von Kenntnissen, Erfahrungen und Methoden zwischen den alpinen SchutzgebietsverwalterInnen und die Initiierung von Projekten in großem Rahmen. Schwerpunkte liegen auf Biodiversität und den ökologischen Verbund, auf regionale Entwicklung und Lebensqualität sowie Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit.

Kontakt:
ALPARC - Das Netzwerk Alpiner Schutzgebiete
Rue de la République 256
F-73000 Chambery
Tel: +33 4 79 26 55 00
E-Mail: info@alparc.org
www.alparc.org

Kulturlandschaftskonzept Bad Vöslau

Es werden Felderhebungen der Landschaftsstrukturen in den landwirtschaftlich genutzten Flächen außerhalb der Weinbauzone auf einer Fläche von 450 ha durchgeführt. Anschließend erfolgen die Eingabe und die Zusammenführung der Daten mit bereits erhobenen Informationen aus der vorjährigen Kartierung (BPWW-Projekt Weinbaulandschaften in der Thermenregion). Durch die Einbindung der Daten in die Erstellung eines Kulturlandschaftsprojekts ergibt sich ein komplettes Bild für die Gemeinde Bad Vöslau.

WWF-Seeadler Monitoring

Das „WWF-Seeadler-Monitoring-Projekt“ besteht aus dem Winterbestands-, dem Brutbestands- und dem Bruterfolgsmonitoring sowie dem Beringungsprogramm. Es schließt weiters auch punktuelle Horstsanierungsmaßnahmen mit ein.

  • Winterbestandsmonitoring: Synchronzählungen in den Schwerpunkten ihres Wintervorkommens
  • Brutbestandsmonitoring: Kontrolle besetzter und möglicher Brutplätze in enger Zusammenarbeit mit Grundbesitzern, Schutzgebietsverwaltungen und lokalen Gebietsbetreuern
  • Bruterfolgsmonitoring: Bestimmung des Fortpflanzungserfolg brütender Paare durch Ermittlung der Anzahl von flüggen Jungvögeln
  • Monitoring: Daten über Verteilungsmuster, Bestandsgröße, Bestandsentwicklung und Produktivität der österreichischen Seeadlerpopulation, frühzeitiges Erkennen von Gefahren, Beurteilung auftretender Verluste und die Entwicklung von Gegenmaßnahmen
  • dauerhafte, individuelle Kennzeichnung von fast flüggen Jungvögeln mit beschrifteten Farbringen: Bestimmung von Überlebensraten, Ansiedlungs- und Verpaarungsverhalten sowie Mortalitätsursachen
  • Horstsicherungsmaßnahmen

Trocken- u. Halbtrockenrasen in der Thermenregion

Erhaltung und Wiederherstellung der Trocken- und Halbtrockenrasen an der Thermenlinie durch umfangreiche Erst- und Pflegemaßnahmen unter intensiver Einbeziehung der Bevölkerung in den Projektgemeinden Pfaffstätten, Bad Vöslau und Baden.

Umfangreiche Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung für den besonders wertvollen Lebensraum, die Biodiversität und die Schutzgebiete an der Thermenlinie, Partizipation der Bevölkerung am Naturschutz im eigenen Ort.

Management der großen Beutegreifer (2010)

  • Fortführung des Managements für Braunbären gemäß Leistungskatalog für den Bärenanwalt im Managementplan für Braunbären in Österreich (2005)
  • Schaffung von Grundlagen für ein zukünftiges Management von Wölfen in Österreich: Aufbau eines Monitorings (inklusive des genetischen Monitorings) zur Klärung der weiteren Bestandesentwicklung, Schulung und Information für Jäger und Landwirte
  • Luchsmonitoring
  • Erfahrungsaustausch mit internationalen Großräuberforschern und -managern

Schutz hochgradig gefährdeter Tagfalterarten auf Wiesen und Weiden in NÖ (2010)

Für 14 Tagfalterarten (zum Teil Arten des Anhangs II der FFH-RL, „höchste Gefährdungs- und Handlungsbedarfsklassen“ in den Rote Liste Österreichs und Niederösterreichs), werden Auflagensets für das zukünftige Agrarumweltprogramm ÖPUL erarbeitet.

Projektinhalte:

  • Abgrenzung und Bewertung naturschutzfachlich relevanter Populationen nach Auswertung vorhandener Daten bzw. nach Erhebungen im Projekt
  • Recherche der aktuellen Bewirtschaftung auf ausgewählten Vorkommensflächen als Grundlage für die Erstellung von Pflege- und Erhaltungskonzepten
  • Formulierung Auflagenset für zukünftige ÖPUL-Naturschutzmaßnahmen
  • Datenbank als Grundlage zur ÖPUL-Kartierungsarbeit
  • Adaptierung von Auflagen auf bestehenden ÖPUL-Flächen
  • Erarbeitung eines Monitoring-Designs zur Evaluierung der gesetzten Maßnahmen
  • Ausweisung geeigneter Habitate für FFH-Monitoring
  • Erstellung artspezifischen Veröffentlichungsmaterials
  • Vergleich mit NÖGIS-Datensatz, Vorschläge/Korrekturen in Standarddatenbögen und Managementplänen
  • Einschätzung der Verantwortlichkeit bearbeiteter Gebiete bei Natura 2000-Schutzgütern

Landschaftsgestaltungsprojekt Bromberg (2010)

Gefördert wird die Neuauspflanzung von standortgerechten Obstbäumen auf Sämlingsunterlage in bestehenden bzw. neu anzulegenden Obstbaumreihen und Streuobstwiesen sowie die Pflanzung von Wildgehölzen. In Seminaren und Kursen (Verarbeitungs-, Veredelungs- und Schnittkurse) soll die Bedeutung von alten Obstsorten und die extensive Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen vermittelt werden. Hiezu notwendig ist auch eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit. Gefördert werden keine Auspflanzungen in eingezäunten Haus- und Obstgärte.

Landschaftsgestaltung Schrattenbach (2010)

Gefördert wird die Neuauspflanzung von standortgerechten Obstbäumen auf Sämlingsunterlage in bestehenden bzw. neu anzulegenden Obstbaumreihen und Streuobstwiesen sowie die Pflanzung von Wildgehölzen. In Seminaren und Kursen (Verarbeitungs-, Veredelungs- und Schnittkurse) sollen die Bedeutung von alten Obstsorten und die extensive Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen vermittelt werden. Hiezu notwendig ist auch eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit. Gefördert werden keine Auspflanzungen in eingezäunten Haus- und Obstgärten.

Mistel Beratungen und Schnittkurse (2010)

Die Laubholzmistel ist ein Halbschmarotzer auf einer Reihe von Laubgehölzen, darunter auch auf Obstgehölzen. Bei starkem Befall kann die Mistel zu empfindlichem Ertragsrückgang bei Landschaftsobst führen. Die eigenwillige Ökologie der Laubholzmistel erfordert spezifische Management-Kenntnisse, um über längere Zeit den Befallsdruck stabil zu halten. In den letzten beiden Jahren wurde daher begonnen, in Regionen mit besonders problematischer Mistel-Situation Schnitt- und Management-Seminare abzuhalten.

In Schnittkursen und bei Beratungen sollen die Bedeutung von alten Obstsorten und die extensive Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen vermittelt werden. Hiezu notwendig ist auch eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit.

NÖ Ökopunkteverein-Obstbaumaktion (2010)

Gefördert wird die Neuauspflanzung von standortgerechten Obstbäumen inklusive Pflock, Wildschutz, Anbindung, Wühlmausgitter auf Sämlingsunterlage sowie Wildsträuchern. Angelegt werden Obstbaumreihen, Obstbaumwiesen und Hecken.

In Seminaren und Kursen (Veredelungs- und Schnittkurse) sollen die Bedeutung von alten Obstsorten und die extensive Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen vermittelt werden. Hiezu notwendig ist auch eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit. Gefördert werden keine Auspflanzungen in eingezäunten Haus- und Obstgärten sowie verpflichtende Auspflanzungen.

Gefördert werden auch nicht Neuauspflanzungen auf ÖPUL-Flächen mit den Maßnahmen „WF“ bzw. „Erhaltung Streuobst“.

Dirndlsorten-Erhaltungsprojekt (2010)

Der Dirndlsorten-Erhaltungsgarten bzw. -Weg soll in der Gemeinde Kirchberg am Bichlberg nahe der so genannten „Luft“ angelegt werden. Die zur Verfügung stehende Fläche hat ein Ausmaß von 6 ha, von der ca. 0,5 ha als Erhaltungs-, Sichtungs- und Reisergarten ausgewiesen werden. Derzeit ist die Flächennutzung Grünland.

In einer ersten Ausbaustufe werden 300 Dirndlsträucher ausgepflanzt, die zur Gänze aus der Regionalen Gehölzvermehrung stammen. Sie stellen einerseits genotypische Vertreter des regionalen Formenschatzes dar und bleiben unveredelt (ca. 50 Individuen), andererseits dienen sie als Veredelungsunterlage für regionstypische Individuen, die derzeit im Rahmen eines Kartierungsprojektes verortet werden.

Wildökolandaktion (2010)

Auspflanzung von standortgerechten heimischen Wildsträuchern und Bäumen (Feldgehölzen, Hecken,…) in Niederösterreich ohne dauerhafte Einzäunungen.

Die Auspflanzungen erfolgen auf geeigneten Standorten (keine Grünlandflächen mit hohem ökologischen Wert wie z.B. Feuchtwiesen, Trockenwiesen,…). Es werden auch keine Ersatzaufforstungen gefördert.

Die auszupflanzenden veredelten Hochstammsorten werden mit Pflock, Anbindung und Wildschutz versehen.

Nicht förderbar sind nach wie vor jene Pflanzarten, die als Feuerbrandwirtspflanzen infrage kommen, und nicht standortgerechte heimische Gehölze.

Die Auspflanzungen erfolgen ausschließlich auf landwirtschaftlich gewidmeten Flächen.

Verbesserung der Türnitzer Traisen (2010)

Die Türnitzer Traisen flussab Türnitz ist durch eine harte Regulierung in einem Doppeltrapezprofil und Begradigung gekennzeichnet. Dementsprechend sind die Breiten-, Tiefen- und Fließgeschwindigkeitsverhältnisse als monoton zu bezeichnen, flusstypische Lebensräume wie Furten, Rinner und Kolke fehlen weitgehend. Die Böschungsvegetation beschränkt sich auf vereinzelte Sträucher, eine standorttypische Vegetation ist nicht vorhanden.

Ziel der Maßnahme ist es, unter den bestehenden Rahmenbedingungen (Platzangebot, Hochwasserschutz) die hydromorphologischen Verhältnisse und die Lebensraumsituation zu verbessern. In diesem Bereich soll eine Initialbepflanzung mit standorttypischen Gehölzen erfolgen. Ziel ist eine möglichst gute Anpassung an das ursprüngliche Bild der Traisen in Türnitz.

Renaturierung am Krotenbach (Brunn/Geb.) (2010)

Die Marktgemeinde Brunn am Gebirge hat sich zur Erhaltung und Wiederherstellung von ökologisch intakten Flusslandschaften entschlossen. Demzufolge soll der Krotenbach auf einer Länge von rund 500 m in einen naturnahen Zustand zurückversetzt werden. Ein wasserrechtlich bewilligtes Projekt vom Team Kernstock ZT Wien liegt vor. Weiters wurden die für die Projektsumsetzung erforderlichen Grundankäufe seitens der Gemeinde bereits getätigt. Die Erhöhung der Baukosten ergibt sich durch ökologische Aspekte und durch die Verbesserung des Hochwasserschutzes (Verbreiterung der Kurve des Baches bei der Josef Hesounstraße). Das Aushubmaterial konnte nicht als Humus verwendet werden und musste deshalb kostenintensiv entsorgt werden. Diese Mehrkosten waren nicht eingeplant.

Heubörse im Wienerwald (2010)

Durch das Projekt sollen der neuaufgestellte Verein sowie das Produkt „Wienerwaldwiesenheu“ der Öffentlichkeit in der Region des Biosphärenparks Wienerwald nähergebracht werden. Des Weiteren ist eine verstärkte Kooperation zwischen den beteiligten Landwirten, den Reitbetrieben, der Landwirtschaftlichen Fachschlule Norbertinum in Tullnerbach sowie dem Biosphörenpark Wienerwald geplant.

Mit dem eingereichten Projekt werden folgende Ziele verfolgt:

  1. Präsentation des neukonstituierten Vereins und seiner Ziele
  2. Darstellung der Vorzüge des Produktes „Wienerwaldheu“ (Erhaltung der Wiesen im Biosphärenpark, hohe Produktqualität durch extensive Bewirtschaftung, …)
  3. Auf- und Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Reitbetrieben, der Landwirtschaftlichen Fachschule Norbertinum und dem Biosphärenpark. Der Verein „Heubörse Wienerwald“ soll in Zukunft eine Plattform bieten, mit deren Hilfe es möglich ist, über den An- und Verkauf des Heus hinaus, anstehende Probleme der Wiesenerhaltung zu diskutieren und gemeinsam Lösungsansätze zu erarbeiten.
  4. Bewusstseinsbildung bei den Besuchern des Biosphärenparks
  5. Verwirklichung  von ersten Maßnahmen zur Besucherlenkung zur Beseitigung von Problembereichen (z. B. Einrichtung von „Hundezonen“, Aufklärungskampagne, warum blühende Wiesen nicht betreten oder verschmutzt werden sollen, etc.).

Naturvermittlung Klosterneuburger Au (2009)

Im Rahmen des Projektes sollen Informationsmaterialien für Exkursionen und Lehrwanderungen erarbeitet werden, um mit verschiedenen Zielgruppen (Familien, Schulklassen, SeniorInnen) die Klosterneuburger Augebiete zu begehen. Ziel ist es, mittels Lehrwanderungen die Klosterneuburger Bevölkerung sowie Touristlnnen und Erholungssuchende für die Komplexität und Schönheit der Aulandschaft zu sensibilisieren und ihnen die Bedeutung von Natur- und Landschaftsschutz zu vermitteln. Das Projekt soll bekanntgemacht und mit ähnlichen Maßnahmen (Natur-, Biosphärenpark) vernetzt werden. Mittels Sponsoring und Kostenbeiträgen sollen die Lehrwanderungen nach Projektablauf weitergeführt werden.

Buchprojekte Wildnisgebiet Dürrenstein in Rahmen des Bildungsauftrages (2009)

Die Verwaltung des Wildnisgebietes Dürrenstein hat sich zu einem umfassenden Bildungsauftrag verpflichtet. Um diesen Auftrag, der auch Öffentlichkeitsarbeit beinhaltet, Rechnung zu tragen, sind populärwissenschaftliche Bücher über das Wildnisgebiet geplant: eines über das Ötscherland sowie zur Säugetierfauna und zur Pflanzenwelt.

"Natura 2000"-Schulbox für den Regelunterricht

Im Projekt „Natura 2000 – Schulbox“ für den Regelunterricht wird gemeinsam mit Partnerschulen aus den Regionen Ötscher-Dürrenstein, Wienerwald-Thermenregion und Donau-Auen östlich von Wien die „Natura 2000 Schulbox“ entwickelt, eine Sammlung von Unterrichtsmaterialien für eine altersadäquate, naturnahe und handlungsorientierte Vermittlung der Ideen und Ziele des Schutzgebietsnetzwerkes Natura 2000 im Regelunterricht. Durch das Erleben und Erforschen der Natur soll Jugendlichen der Wert des regionalen Natur- und Kulturraums vor Augen geführt und Eigeninitiative im Naturschutz gefördert werden. Ein weiteres Ziel des Projektes ist die Etablierung der „Natura 2000-Schulbox“ in der LehrerInnenfortbildung.

GEO-Tag der Artenvielfalt (2009)

Der Tag der Artenvielfalt, 1999 initiiert vom Magazin GEO, ist eine spannende Expedition in die heimische Natur. Für die TeilnehmerInnen gilt es, innerhalb von 24 Stunden möglichst viele verschiedene Pflanzen, Tiere und Pilze zu entdecken. Ein umfangreiches Kinderprogramm hat den Tag zu einem Erlebnis für Groß und Klein gemacht. Das komplexe Thema Biodiversität wurde an Hand von interaktiven Infotafeln verständlich und „angreifbar“ aufbereitet. Die Schautafeln wurden so gestaltet, dass eine weitergehende Verwendung als Wanderausstellung für Schulen und Gemeinden – besonders im Hinblick auf das Jahr der Artenvielfalt 2010 – gewährleistet ist.

Management für Kernzonen in Biosphärenpark Wienerwald (2009)

Managementpläne sind eine wesentliche Voraussetzung, um den "Prozessnaturschutz" in den Kernzonen des Biosphärenparks Wienerwald umzusetzen. Erforderliche Daten werden recherchiert, Managementziele sowie

-maßnahmen erarbeitet und effiziente Werkzeuge entwickelt.

Die Managementpläne liefern Transparenz, sichern Rechtsansprüche und gewährleisten Sicherheit bei Entscheidungsfindungen. Die Einbindung von Grundeigentümern, Gemeinden und Behörden in den Gesamtprozess fördert die Akzeptanz und ist entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung.

Exkursionslandschaften Steinschaler Dörfl (2009)

Im dicht besiedelten Mitteleuropa ist, mit ganz wenigen Ausnahmen, die Landschaft durch die Nutzung durch den Menschen gekennzeichnet - sie ist somit „Kulturlandschaft". Verständliche Kulturlandschaft trägt in hohem Maße zur Identitätsfindung der regionalen Bevölkerung mit dem jeweiligen Raum bei, allerdings sind „moderne" Kulturlandschaften mit ihren vielfach überlagerten und oft sehr kurzlebigen Nutzungen meist wenig geeignet, als „Schauraum" für die kulturelle Tradition und die regionstypische Naturraum-Ausstattung zu dienen. Selbst gut ausgestattete Gebiete sind nur bedingt geeignet, wenn sie über keine geeignete Infrastruktur oder Erklärungsbeispiele verfügen.

Diese Defizite sollen mit dem Projektsansatz „Exkursionslandschaft" für den Raum des oberen Pielachtales beispielhaft überwunden werden. Auf der fast 90 ha großen Fläche des Steinschaler Dörfels wird ein derartiger kulturlandschaftlicher Herzeige-Bereich entstehen. Dieser ermöglicht es, die regionale Eigenart zu sehen, zu erleben und zu begreifen.

Das Projekt gliedert sich in ein bestehendes Naturvermittlungsangebot im Pielachtal ein und trägt auch zur Regionalentwicklung bei.

Kulturlandschaft Rauchkogel (2009)

Der Verein bezweckt die Weinbaukulturlandschaft nachhaltig zu erhalten, ökologisch zu bewirtschaften und zu pflegen. Die Einmaligkeit von Fauna, Flora und die über Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaft sollen in diesem rundum stark besiedelten Gebiet gefördert und damit der Naturwert und der Naherholungswert für die Bevölkerung erhalten und ausgebaut werden.

Das beinhaltet auch die Vermarktung der hier gewachsenen, regionalen Produkte.