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Workshop I – Alpen.Leben: Schritt für ein gemeinsames Ziel

Das Projekt Alpen.Leben versteht sich u. a. auch als eine offene Informations- und Kommunikationsplattform innerhalb des gesamten makroregionalen Alpenraumprozesses. Im Zuge des Projekts fand Ende September im Amt der Tiroler Landesregierung der erste Workshop mit VertreterInnen des Lebensministeriums, des Außenministeriums, der Bundesländer, der NGOs, dem Sekretariat der Alpenkonvention und der Zivilgesellschaft statt.

(c) CIPRA Oesterreich

Die grundlegenden Ziele dieser Veranstaltung waren die Bündelung der unterschiedlichen Zugänge zu einer makroregionalen Alpenraumstrategie sowie die offene Diskussion der laufenden Prozesse, um einen lückenlosen Kenntnisstand in Österreich zu erreichen. Darüber hinaus wurden die Bedeutung und die Potenziale einer Makroregion Alpen dargestellt.

Erstmals wurden im Rahmen dieses shops auch das Thema „Governance“ für eine Makroregion Alpen aufgegriffen und dazu Anleitungen und Empfehlungen abgegeben.

Ebenso wichtig war der Blick über die Alpen hinaus, um relevante Informationen über das Fortkommen der Donauraumstrategie zu erhalten.


Zufriedenstellendes Ergebnis

Der Workshop konnte einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Verständnis für die unterschiedlichen Positionen zu erreichen, im Sinne des weiteren Fortschreitens hin zu einer Makroregion Alpen einen offenen Dialog zu führen, um für alle Akteure und Stakeholder einen gemeinsamen Weg in diesem laufenden Prozess zu finden. 

Zusammenfassend brachte die Diskussion folgende Ergebnisse:

  • Es ist davon auszugehen, dass die Gebietskulisse neben der Abgrenzung der Alpenkonvention auch das Voralpengebiet sowie die großen städtischen Agglomerationen umfasst.
  • Die Alpenkonvention muss ein wesentlicher Teil der makroregionalen Alpenraumstrategie werden.
  • Bestehende Strukturen der Alpenkonvention stellen einen Zusatznutzen dar.
  • Eine Verbesserung der Zusammenarbeit auf und zwischen allen Ebenen ist wünschenswert.
  • Lückenlose und aktive Einbindung der Alpenkonvention sowie eine transparente Vorgehensweise im Rahmen des „DATAR-Prozesses“.
  • Die Zivilgesellschaft (z. B. NGOs) muss als Bindeglied zu thematischen Arbeitsbereichen der Alpenkonvention sowie als Bindung zur Innenpolitik aktiv in den Prozess eingebettet werden.
  • Es bedarf der Erarbeitung einer Multi-Level-Governance für eine multinationale, innerstaatliche Koordination.
  • Im Beschlusstext für den EU-Rat am 19. Dezember 2013 ist die Alpenkonvention über die Entschließung des Europäischen Parlaments vom 23. Mai 2013 enthalten.

 

Die Impulsreferate zu diesem Workshop stehen hier zum Download zur Verfügung:

Josef Essl (CIPRA Österreich, Alpen.Leben): Alpen.Leben – Die Zukunft der Alpenkonvention und ihre Chancen im Rahmen einer makroregionalen Strategie

Markus Reiterer (Sekretariat der Alpenkonvention): Die Alpenkonvention

Ewald Galle (Lebensministerium): Alpenkonvention – Wohin?

Christian Steiner (Land Niederösterreich/Agrarbezirksbehörde): EU-Donauraumstrategie: Erfahrungen und Erkenntnisse

Wolfger Mayrhofer (Land Tirol/Abt. Außenbeziehungen): Auf dem Weg zu einer makroregionalen Alpenstrategie – Die Initiative der Alpenregionen und Alpenstaaten

Peter Bußjäger (Institut für Föderalismus der Universität Innsbruck): Multi-Level-Governance im Alpenraum – grundsätzliche Überlegungen

 

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