CIPRA Vertretungen:

Benutzerspezifische Werkzeuge

  Suchfilter  

AMIGO – Aktive Pendlermobilität

Pilotbetriebe motivieren Mitarbeitende zu aktiver Mobilität. (c) Energieinstitut Vorarlberg

Den grenzüberschreitenden Autoverkehr eindämmen und vermehrt auf aktive Mobilität setzen: Darauf zielt das Interreg-Projekt «Amigo» ab.

Das dreijährige Projekt «Amigo – Aktive Personenmobilität in Gesundheitsprogrammen von Organisationen integrieren» entwickelt Massnahmen zu aktiver Pendlermobilität. Diese werden in Form von Experimenten in den beteiligten Pilotbetrieben der Region Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein getestet und im analysiert. Daraus leitet das Projektteam politische sowie systemische Empfehlungen auf institutioneller Ebene ab, wie der Umstieg auf gesunde und nachhaltige Verkehrsmittel gelingen kann.

Herausforderung: Gesunder Arbeitsweg

Programme zum betrieblichen Gesundheitsmanagement gehören in vielen Betrieben zum Standardangebot. Dieses beinhaltet neben der betrieblichen Vorsorge auch Sportangebote wie ein firmeninternes Fitnessstudio etc. Die Förderung aktiver Mobilität beim Arbeitsweg berücksichtigen bestehende Gesundheitsprogramme kaum. Gleichzeitig stossen die Strassenverbindungen zu den Hauptpendelzeiten in der Region an ihre Kapazitätsgrenzen. Das beeinträchtigt einerseits die Erreichbarkeit im Personen- und Güterverkehr. Andererseits verschlechtert es auch die Lebensqualität durch Verkehrslärm und Schadstoffemissionen. Analysen zeigen, dass rund 70 Prozent der ArbeitnehmerInnen maximal 15 Kilometer von ihrem Arbeitsplatz entfernt wohnen. Doch nur maximal 10 Prozent der PendlerInnen gehen zu Fuss oder fahren mit dem Rad/E-Bike.

Durch Experimente zum Umstieg motivieren

Gemeinsam mit engagierten Pilotbetrieben werden Experimente erarbeitet und in der Praxis auf ihre Wirksamkeit überprüft. So kann es gelingen, PendlerInnen auch aus Fitnessgründen für den Umstieg aufs zu Fuss gehen, das Rad, Bus und Bahn sowie für Fahrgemeinschaften zu motivieren. Das Advisory Board, das aus ExpertInnen der Gesundheitsforschung, des Mobilitätsmanagements und der Verhaltensökonomie besteht, bietet dabei wissenschaftliche Unterstützung. Mindestens 12 Pilotbetriebe erarbeiten mit Unterstützung der Projektpartner und des Advisory Boards Lösungen zur Verknüpfung von Mobilitäts-und Gesundheitsmanagement. Zudem analysieren die Projektpartner die Bereiche des Betrieblichen Mobilitätsmanagements (BMM) und der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGM) auch auf institutioneller Ebene und sprechen politische sowie systemische Empfehlungen zur Verbesserung aus.

Ziele

  • Verbesserte institutionelle Kooperationen im Projektgebiet
  • Verbesserung der Gesundheit der ArbeitnehmerInnen und der Bevölkerung
  • Region und Betriebe werden für Fachkräfte attraktiver
  • Verkehrsverlagerung der Pendlerwege hin zu klimafreundlicher Mobilität
  • Verbesserung der Lebensqualität durch verminderte Luft- und Lärmemissionen
  • Entlastung der Verkehrsinfrastrukturen

Eckdaten

  • Projektzeitraum: 01.06.2019 – 30.6.2022
  • Gesamtbudget: € 493.080
  • Interreg Förderung: € 97.316 (EU), € 54.267 (Schweiz)

Partner

  • Energieinstitut Vorarlberg, Österreich (Lead-Partner)
  • aks Gesundheit GmbH, Österreich
  • Kanton St.Gallen, Schweiz
  • Amt für Bau und Infrastruktur - Liechtenstein (im Projekt vertreten durch CIPRA International als Auftragnehmerin)

Kontakt

Jakob Dietachmair
CIPRA International
eMail

Pendler*innen Box

Ihr Werkzeugkoffer für betriebliches Mobilitätsmanagement: