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Lokale Alpin- und Umweltgruppen

Am 8.2.2019 fanden sich Vertreter*Innen der Lokal- und Regionalgruppen der bayerischen Alpin- und Umweltverbände in München zum ersten Vernetzungstreffen im Rahmen des Projekts Knotenpunkt Alpen ein. Anwesend waren Bund Naturschutz in Bayern, Deutscher Alpenverein, Landesbund für Vogelschutz, NaturFreunde Bayern sowie Verein zum Schutz der Bergwelt. Das Treffen hatte zwei Ziele: Einerseits diese wichtigen zivilgesellschaftlichen Akteure in das Projekt einzubinden, andererseits die Potentiale für Vernetzung der Akteure vor Ort herauszuarbeiten.

Um sich die Sektionen, Kreis- und Ortsgruppen aller Mitgliedsverbände von CIPRA Deutschland anzeigen zu lassen, öffnen Sie bitte links oben die Legende der Karte.

Stefan Witty und Uwe Roth begrüßten die Teilnehmer*Innen in der Geschäftsstelle von CIPRA Deutschland. In einer Vorstellungsrunde lernten sich die Teilnehmer*Innen kennen, bevor Uwe Roth das Projekt Knotenpunkt Alpen und dessen aktuellen Bearbeitungsstand vorstellte. Die Teilnehmer*Innen zeigten sich besonders interessiert an der Akteursdatenbank, die im Rahmen des Projekts erstellt wurde. Hier werden verschiedene zivilgesellschaftliche Akteure gelistet, die sich direkt oder indirekt für die Ziele der Alpenkonvention einsetzen. Die Liste enthielt zum Zeitpunkt der Präsentation 180 Eintragungen und wurde durch den Input der Teilnehmer*Innen vor und nach der Veranstaltung erweitert. Vor allem einige Bürgerinitiativen und Flussallianzen fanden so ihren Weg auf die Liste.

Diese Eintragungen der vorgestellten Liste umfassen nicht die knapp 180 Lokalgruppen, die zu diesem Vernetzungstreffen geladen wurden, wie Uwe Roth betonte:

„Insgesamt besteht also die Datenbank der Akteure für eine nachhaltige Entwicklung im bayerischen Alpenraum bereits aus über 350 Akteuren!“

Da es sich um Gruppen der Mitgliedsverbände von CIPRA Deutschland handelt, wurden in Interviews und Umfragen zunächst die Stimmungen der der CIPRA bisher weniger bekannten Akteure eingeholt. Ausgewählte Ergebnisse dieser Erhebung wurden von Marc Stannartz im Anschluss vorgestellt. Er unterstütz das Projektteam und nutzt die Daten für seine Masterarbeit über das Transformationspotential von Graswurzelbewegungen.

Nach einer kurzen Pause begann der interaktive Teil der Veranstaltung. Die Teilnehmer*Innen wurden im Vorfeld der Veranstaltung gebeten sich zu überlegen, welches die beiden wichtigsten Themen in den letzten beiden Jahren waren. Dies wurde im Folgenden berichtet, festgehalten und diskutiert.

All diese Themen werden nun in die nächsten Schritte im Projekt einbezogen. Vor allem bei der Konzeption der Knotenpunkt-Veranstaltungen spielen sie eine wichtige Rolle, da sie Informationen über die o.g. Akteure aus der Recherchephase (Interviews, Umfrage) um die der lokalen Alpin- und Umweltverbände ergänzen.
Zu manchen Themen konnten bereits Kooperationen und Beteiligungen ins Auge gefasst werden.

Die zentrale Frage, um die sich die verschiedenen Themen aus den Lokalgruppen drehten, könnte man folgendermaßen umschreiben:

Was ist in den Alpen überhaupt noch tragbar? Was nicht?

Dabei spielten vor allem die Kommunikation und die Zusammenarbeit mit den Medien eine große Rolle, besonders im Themenkomplex Tourismus. Rund um den Tourismus kamen auch die meisten Beiträge der Teilnehmer*Innen. Weitere wichtige Themenkomplexe waren Bewusstseinsbildung, Landwirtschaft und Wasser.
Großen Zuspruch erhielt die Idee einer Schulung zu Inhalten der Alpenkonvention und deren Anwendbarkeit, z.B. für Stellungnahmen.

Die Veranstaltung zeigte, dass auf Seiten der Lokalgruppen und Sektionen der Mitgliedsverbände von CIPRA Deutschland großes Interesse an der angestrebten Vernetzung besteht. Aufgrund ihrer großen Zahl (etwa die Hälfte der über 350 gelisteten Akteure) und dem starken zivilgesellschaftlichen Engagement ist dies eine sehr gute Nachricht für das Projekt Knotenpunkt Alpen.