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Wochenende auf der Rossalm

25.06.2018 / Marc Stannartz
Vom 9.-10. Juni 2018 fand auf der Rossalm, Landkreis Rosenheim, unser dritter Whatsalp youth-Freiwilligeneinsatz statt. Mit unserer Almpflege-Aktion haben wir einen keinen Beitrag zur Erhaltung dieses wunderschönen Fleckchens Bayern geleistet und ein uriges Wochenende auf der Alm verbracht.
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Bilder: Anne-Marie Heinze

Im Rahmen des Projektes Whatsalp youth hat die deutsche CIPRA-Youth-Delegation entschieden, verschiedene Freiwilligeneinsätze zur Erhaltung der Kulturlandschaft zu starten. Dabei geht es vor allem darum, auf Almen Gehölze wie etwa „Latschen“ (Bergkiefer / Pinus mugo) zu entfernen, um so der fortschreitenden Verwaldung entgegenzuwirken.

Seit ca. 1960/70 zeichnet sich ein starker Abwärtstrend der Almwirtschaft ab, d.h. es gibt immer weniger Almbauern, was an verschiedenen Gründen liegt: Umwandlung der Landwirtschaftssysteme zu mehr konventioneller Landwirtschaft, die teilweise ertragsreicher aber auch weniger umweltschonend ist; Generationenproblem; Abwanderung aus den Bergregionen in die Städte.

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Das Resultat, nämlich weniger Beweidung von Bergregionen, führt zu einer zunehmenden Verbuschung dieser alpinen Räume. Mit unseren Freiwilligeneinsätzen unterstützen wir Almbauern dabei, ihre Flächen zu „schwenden“, d.h. Gehölze zu schneiden und zu Haufen zu schichten, damit diese wieder als Weide zur Verfügung stehen.

Am Wochenende vom 9.-10. Juni 2018 trafen wir uns auf der Rossalm, um ein besonderes Wochenende in zweierlei Hinsicht zu erleben: Erstens ist die Rossalm die höchste Alm im Chiemgau; diese liegt auf fast 1700 m und ist nur zu Fuß erreichbar. Zweitens war dieser Einsatz für das gesamte Wochenende geplant, wohingegen bisher immer nur Tageseinsätze stattgefunden haben.

So trafen sich insgesamt fünf junge Leute, darunter auch ein Teilnehmer aus Neuseeland, am Wanderparkplatz in Hainbach und wanderten in 3 h auf die Rossalm. Dort gab es erstmal eine leckere Brotzeit inklusive frischer, selbstgemachter Butter, wonach wir uns zum „Schwenden“ aufmachten. Es waren zwei sehr erfolgreiche Tage, an denen wir mit Hilfe des Almbauern Sepp und seines Sohnes Max sehr viel Freifläche schaffen konnten.

Ein wunderschönes Wochenende im „Reich des Geigelsteins“!