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Holzbau-Kunst

by fr  —  last modified 2006-06-21 17:37

This project was submitted by third parties in the frame of a competition as part of the Future in the Alps Project in 2005 and has not been updated since. Responsibility for the contents rests with the persons indicated on the form.

Topics
Region Vorarlberg / at (Austria)
Term 1997-01-30 - 2004-12-31
  • Regional value added
  • Governance capacity
  • Policies and instruments

Short description
Die QG-Holz verfolgt das Ziel, holzverarbeitende Betriebe auf eine höhere Entwicklungsstufe zu bringen, Kooperationen einzugehen und verstärkt die natürliche Ressource Holz zum Wohle der Kulturlandschaft nachhaltig zu nutzen. Anreize zur Qualitätssteigerung und eine innovative Ausbildung sind die Eckpfeiler des Projektes. Mittlerweile konnte die Forstwirtschaft um 20%, die Zimmermannsbetriebe um 60%, die Beschäftigung um 15% gesteigert und ein gutes Image der Holzbauarchitektur etabliert werden.
Person responsible Mr Matthias Ammann
Qualitätsgemeinschaft Vorarlberger Holzbau registrierte Genossenschaft m.b.H
Wichnergasse 9, A-6800 Feldkirch, Austria
ks@wkv.at
+43 5522 305 242
+43 5522 305 109
Contact person Ms Simone Kochhafen
Qualitätsgemeinschaft Vorarlberger Holzbau registrierte Genossenschaft m.b.H
Wichnergasse 9, A-6800 Feldkirch, Austria
ks@wkv.at
+43 5522 305 242
+43 5522 305 109
project executive
Budget
€ 880.500.-
Participants
Aktive Beteiligung von: 2 Mitarbeitern der QG-Holz, 45 Zimmerer (Betriebe mit durchschnittlich 11 Beschäftigten), 140 Lehrlingen (4 Jahrgänge), 50 Gesellen, 20 Meister, 38 Zulieferer (Waldbesitzerverband, Sägebetriebe, Handel und Verarbeiter), 14 Planungsbüros und Experten, Sponsorenvertreter (Bank, Land) Die Gründung einer dauerhaften Kooperation, die QG-Holz Genossenschaft m.b.H erfolgte im Zuge des Projektes im Jahre 2000. Freiwilligkeit und Engagement der Akteure führten zum Erfolg
Objectives
„Mehr Holzanwendung auf höherem Niveau“ Mit einer Doppelstrategie wird das Ziel verfolgt: 1.„Holzbau-Kunst“: mit dem landesweit ausgeschriebenen Holzbaupreis wird die Innovation in Qualität und Design angekurbelt sowie das öffentliche Interesse und damit die Nachfrage geweckt. 2.„Holzbau-Zukunft“: durch ein gezieltes und innovatives Ausbildungsprogramm wird die regionale Holz-Verarbeitungs-Kompetenz gesteigert und das Know-how lokal verankert. Mit dieser Doppelstrategie soll die natürliche Ressource (Holz) und die Handwerkskultur (endogenes Potential) zur Erreichung genereller Ziele ausgebaut und nachhaltig gesichert werden. Die bessere Nutzung des natürlichen Rohstoffes Holzes, insbesondere der Weißtanne, trägt zur Verjüngung und damit zum Erhalt der Schutz- und Bannwälder (50% der Landesfläche) bei; Die Projekte sind Impuls zur Erreichung einer weiteren und aus Sicht des Wettberwerbes notwendigen Entwicklungsstufe der Holzverarbeitenden Branche, die tausende Arbeitsplätze bietet.
Activities
„Holzbau-Kunst“ Der Vorarlberger Holzbaupreis wird alle zwei Jahre (2001, 2003, 2005) durchgeführt, genießt hohes Ansehen bei Architekten, Bauherrn und Zimmereien im In- und Aus-land. Aufgaben: Ausschreibungen, Kontakte zu Bauherrn, Architekten, begleitendes Marketing, Jurierung und die Veranstaltung selbst. "Holzbau-Zukunft" Fachkompetenz, Persönlichkeitsbildung und Teamfähigkeit sind die Pfeiler des Sonder-Ausbildungskonzeptes. Die Zimmereibetriebe Vorarlbergs haben sich für die Planung und Umsetzung des Programmes für Lehrlinge, Gesellen und Meister verpflichtet und erarbeiten in moderierten Workshop selbst das Programm. Das Lehrprogramm beginnt mit dem Unterricht zu tradiertem Handwerk, im Jahr darauf geht es um ingenieurmäßige Verbindungen und im 3. Lehrjahr wird die Walz (Auslandsaufenthalt) neu interpretiert. Das Gesellen und Meisterprogramm verfolgt Spezialthemen, Mitarbeiterführung und Management. Der Arbeitsaufwand besteht in der gemeinsamen Planung und Umsetzung.
Results
"Holzbau-Kunst" stimulierte eine Reihe weiterer Initiativen wie „Weiß-tanne“, „Bergholz“, „Holz-Kultur“ Vier Preisverleihungen mit insgesamt 160 Bewerbern (Bauherrn, Planer, Aus-führende)umgesetzt; Vlbg gilt mittlerweile als führende Region in Sachen Holzbauarchitektur und Design. Die Nachfrage für Bauen mit Holz wurde verdoppelt; an die 60 öffentliche Bauten (Gemeindezentren, Schulen, Sozialeinrichtungen) sind mit dominanten Holzanteilen errichtet, 8 davon ausschließlich mit dem Holz der Weißtanne. Bislnag konnte eine Steigerung der forstlichen Nutzung von 60.000 m³f pro Jahr verzeichnet werden. Dies bedeutet unter Berücksichtigung der 1.u. 2. Wertschöpfungsstufe (Forst und Säge) eine Steigerung um € 6,6 Mio. Es erfolgten 35 Betriebserweiterungen, 60% mehr Branchenumsatz, 40% mehr Export (auf € 34 Mio) und 15% mehr Mitarbeiter. Der Holzbau übernimmt die Führung im Bereich energieeffizientes Bauen. 32 Betriebe beteiligen sich an „Holzbau Zukunft“ mit insgesamt 210 Personen.
Use of prize money
Das Geld soll in weiterführende Projekte einfließen: so soll die Weißtanne noch stärker thematisiert und zu einer USP der Alpenregion entwickeln (Hauptvorkommen: Schweiz, Schwarzwald, Allgäu, Tirol und Vorarlberg) werden. Ein weiteres Augenmerk gilt der Verbesserung der Schnittstellen zwischen den Unternehmen in der Wertschöpfungskette, beginnend vom Forst über Säge, Zimmerei, Schreinerei, Architekt und Bauherrn. Damit soll die Vernetzung und die Kooperation weiter intensiviert werden.
Website
http://www.holzbau-kunst.at

Criteria for the Jury


Impact on nature and environment
Economic value added
Das jährliche Bauvolumen in Wohn-, Gewerbe- und Kommunalbau beträgt ca. € 1.500.000.000,--, der Anteil von Holz konnte von 5% auf 9% gesteigert werden. Die Einnahmen und Beschäftigungssteigerung im Bereich Forst und Säge betrug € 6,6 Mio. Die Steigerung der Beschäftigten bei den Zimmereien 15%. Betriebserweiterungen, gesteigerter Branchenumsatz und mehr Export (€ 34 Mio) ist nur zum Teil einem wirtschaftlichen Mehrwert zuzuordnen, da es sich am Bausektor um einen Verdrängungsmarkt handelt.
Socio-cultural value added
Die Inkulturnahme von Holz als regionale und natürliche Ressource betreffen alle sozialen Bereiche. Die mit der Initiative erzeugte Aufbruchsstimmung hat alle Altersschichten erfasst. Das Projekt hat das Bewusstsein für die regionalen Kreisläufe geschärft und die Zusammenarbeit der Betriebe (samt Familien) gestärkt. Mit dem Projekt „Holzbau-Zukunft“ konnte die Sozialkompetenz Jugendlicher ausgebaut werden. Der diesbezügliche Mehrwert ist für die Akteure jedoch schwer zu quantifizieren.
Innovative content
Die Innovativen Elemente sind: 1. Handwerk und Design: Die Zusammenarbeit der Designer mit den Handwerkern intensiviert die Produktentwicklung und steigert das Image 2. Ökologie und Ökonomie kommunizieren:Holz ist teurer hat jedoch positive Auswirkungen auf Umweltqualität 3. Good Practice Beispiele bewusst kommunizieren regen zur Nachahmung und zum Wettbewerb der Ideen an. 4. Kreative, betriebsübergreifende Ausbildung sichert Wissensaustausch und bildet die Basis neuer Kooperationen.
Good governance
Die Initiative Holzbau-Kunst ist in der Umsetzung nur mit den Betroffenen möglich und setzt eine permanente Abstimmung voraus. Die für die gemeinsamen Aktionen gewählte Rechtsform, nämlich die Genossenschaft, ermöglicht Entscheidungen an der Basis. Die Genossenschaft ist wohl die fortschrittlichste basisdemokratische Betriebsform.
PR impact
Über 160 redaktionelle Beiträge in den Tageszeitungen und Fachjournalen sind im Projektzeitraum veröffentlicht worden und zeugen vom öffentlichen Interesse. Die Bauherrn Preisverleihung erfreut sich großer Beliebtheit. Dazu kommt die eigene Öffentlichkeitsarbeit der Preisträger. Die Aktionen im Projekt „Holzbau-Zukunft“ wurden laufend in Form von Presseaussendungen bekannt gegeben, dazu folgten an die 30 Beiträge.
Multiplier effect / networking
Generell ist das Projekt „Holzbau Zukunft“ auf den Austausch und die Weitergabe von Wissen angelegt. Die Ausbildungsmodule werden von Branchenmittgliedern mit fachkundiger Unterstützung entwickelt und die Erfahrungen in der Folge ausgetauscht. Viele direkte Betriebs- und Auftragskooperationen haben sich entwickelt. "Holzbau-Kunst" trifft auf internationales Interesse; mittlerweile werden nahezu wöchentlich Fachexkursionen durchgeführt, neue und grenzüberschreitende Kontakte entstehen.
Transferability
Die Idee der Inwertsetzung natürlicher Ressourcen ist übertragbar. Die Methoden sind teilweise andere, die Inhalte unterschiedlich. Die von der Qualitätsgemeinschaft Holz gewählte Doppelstrategie; Marktentwicklung und Know-how Entwicklung parallel und bewusst zu betreiben ist in jedem Fall zu empfehlen. Das Gesamtkonzept ist auf Regionen mit starker Handwerkstradition und starker Bindung an die dortigen Rohstoffe vollumfänglich übertragbar.
Images
Symbolbild für die Inkulturnahme von Holz, Holzbau-Kuns

Tielbild zur Broschüre Bauherrnpreis 98 als Beispiel

Titelbild zur Broschüre Bauherrnpreis 99 weiteres Beispiel

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