Die Zukunft in den Alpen bekommt ihren Preis – CIPRA-Wettbewerb: 8 Preise von insgesamt 160'000 EURO vergeben27.02.2007
Die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA hat acht herausragende Projekte für eine nachhaltige Entwicklung im Alpenraum mit Preisen von insgesamt 160'000 Euro ausgezeichnet. Die Auszeichnungen für den Wettbewerb „Zukunft in den Alpen“ wurden anlässlich der CIPRA-Jahrestagung am 22. September in Brig/CH verliehen. Die sechs Hauptpreise waren mit jeweils 25'000 Euro dotiert. Zusätzlich hat die CIPRA zwei Sonderpreise von je 5'000 Euro vergeben. Drei Preise gehen an Projekte aus Österreich (Salzburg, Tirol, Vorarlberg), zwei nach Italien (Friaul, Südtirol) und jeweils ein Preis nach Deutschland (Allgäu), Slowenien und in die Schweiz (Graubünden). 15 weitere Projekte hatte die internationale Jury aus den über 570 Einreichungen für die Favoritenrunde ausgewählt. Die Preisträger der sechs WettbewerbskategorienPreisträgerin der Kategorie „Regionale Wertschöpfung“ ist die Qualitätsgemeinschaft Vorarlberger Holzbau (QG-Holz) aus Österreich mit ihrem Projekt „Holzbau-Kunst“. „Die QG-Holz leistet einen entscheidenden Beitrag zur Förderung der Holzkette vom Wald bis zum fertigen Gebäude. Tausende Arbeitsplätze können so erhalten werden. Die Qualitätsgemeinschaft achtet dabei gleichermassen auf einen ressourcenschonenden Umgang mit Natur und Landschaft.“, lobt Jury-Mitglied Mario Broggi. Mit einem Sonderpreis würdigte die Jury in dieser Kategorie ein „kleines, aber feines“ italienisches Projekt. Der Verein für ökologischen Landbau AIAB hat in der Gemeinde Budoia mit breiter Beteiligung der Bevölkerung erreicht, dass die Schulmensa Essen aus regionaler ökologischer Landwirtschaft anbieten kann. Das Weiterbildungszentrum Polo Poschiavo aus Graubünden/CH erhält den Preis zum Thema “Soziale Handlungsfähigkeit“. Es ermöglicht Personen aller Altersstufen und sozialen Hintergründe den Zugang zu den neuen Technologien. Dadurch verbessern sich Lebensqualität und Bildung in der Region, und die Wettbewerbsfähigkeit steigt. Das deutsche Bildungszentrum „Kempodium“ gewinnt als städtisches Projekt einen Sonderpreis, weil es in Kempten und der umliegenden Region die Bewahrung und Entfaltung handwerklicher, kultureller und sozialer Fähigkeiten der Menschen fördert. In der Kategorie „Schutzgebiete“ wählte die Jury die gemeinnützige Gesellschaft Logarska dolina d.o.o. aus Slowenien als Preisträgerin aus. Diese leistet mit dem Management des Landschaftsparks „Logarska Dolina“ einen entscheidenden Beitrag zum Natur- und Umweltschutz, zur Verbesserung der Infrastruktur und zur Förderung einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung im Park und dessen Umgebung. Mitglieder der Gesellschaft sind vor allem ortsansässige Grundbesitzer. Die österreichische Gemeinde Werfenweng verdiente sich beim Thema „Mobilität“ den Preis für das Projekt „Zukunft in den Alpen: nachhaltige Mobilitätskonzepte“. „Werfenweng setzt erfolgreich ganzheitliche Konzepte für eine nachhaltige Mobilität im Tourismus-, Freizeit-, Berufs- und Pendlerverkehr um. Positive Anreize stehen dabei im Mittelpunkt.“, erklärt Jury-Mitglied Aurelia Ullrich. Der Preis für die Kategorie „Neue Formen der Entscheidungsfindung“ geht ins italienische Pustertal. Die unterstützenden Organisationen der „Selbstverwalteten Volksbefragung zur Verkehrszukunft des Pustertales“ haben dazu beigetragen, dass die Sensibilität der Bevölkerung für die Verkehrsproblematik gestiegen ist. Die BürgerInnen haben erlebt, dass sie Einfluss auf die Politik haben können; die Landesregierung hat den Dialog mit der betroffenen Bevölkerung aufgenommen. Zum Thema „Politiken und Instrumente“ wurden das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum und die Tiroler Umweltanwaltschaft für „Die Helle Not“ als Preisträger gekürt. Die Jury honorierte, dass dank des Projekts die Empfehlungen aus der Schmetterlingsforschung in 60 Tiroler Gemeinden umgesetzt werden. Die Umstellung der öffentlichen Strassenbeleuchtung auf ein Arten schonenderes Licht schützt Nachtfalter und spart gleichzeitig 30-40% Energie. Eine Liste der acht PreisträgerInnen und der 15 Projekte, die ebenfalls in der Endauswahl waren, finden sie unten. Die Siegerprojekte (25.000 Euro)
Die Sonderpreise (5.000 Euro)
Die weiteren FinalistInnenRegionale Wertschöpfung
Soziale Handlungsfähigkeit
Schutzgebiete
Mobilität
Neue Formen der Entscheidungsfindung
Politiken und Instrumente
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