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Publikation

The Condition of Forests in Europe

Erscheinungsjahr2002
Co-AutorenEuropean Commission
ErscheinungsortGeneva and Brussels
ISBN/ISSN1020-587X
Seitenanzahl35
Spracheen
Bezughttp://www.icp-forests.org/RepEx.htm
Seiten35
Nach einigen Jahren der Besserung hat sich der Zustand der Wälder in Europa im Jahr 2001 wieder signifikant verschlechtert, so das Fazit einer kürzlich von der europäischen Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen (UNECE) und der Europäischen Kommission (EC) vorgelegten Studie. 22% der Bäume wurden als geschädigt oder tot klassifiziert, der Anteil der gesunden Bäume sank gegenüber dem Vorjahr von 34,2 auf 32,6% in ganz Europa.
Die Schäden an Bäumen werden z.T. durch natürliche Ursachen wie extreme Niederschläge oder Schädlingsbefall hervorgerufen, aber auch die Luftverschmutzung spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Die Belastung durch Schwefel ist an den meisten untersuchten Stellen zurückgegangen.
Erstmals in dieser Detailgenauigkeit analysiert die Studie die Exposition von Bäumen an gefährliche Substanzen. So wurde etwa die "critical load" - die Menge, ab der Bäume signifikant geschädigt werden können - für Blei an 91% der Messstellen überschritten.
Die Studie zeigt weiterhin auf, dass die Pflanzenvielfalt auf sauren Böden geringer ist, und das diese aufgrund der zunehmenden Versauerung grössere Flächen einnehmen. Intensiv genutzte Mischwälder mit verschieden altrigen Bäumen wie in einigen Bergwaldgebieten weisen hingegen oft eine hohe Biodiversität auf.
Neben den aktuellen Schäden an Bäumen und Wäldern präsentiert die Studie Modelle zur Abschätzung künftiger Risiken. Beispielsweise wird bei gleich bleibendem Stickstoffeintrag auf der Hälfte der untersuchten Flächen eine geringere Pflanzenvielfalt anzutreffen und die Gesundheit der Bäume geschädigt sein.
Im Rahmen eines europaweiten Langzeit-Monitorings wurden zur Realisierung der Studie 7000 Flächen in 39 Ländern untersucht.

Abstract: Forest condition has been observed in Europe for 16 years through one of the world’s largest biomonitoring networks, mainly aiming at the monitoring of air pollution effects. The crown condition of the forests in Europe deteriorated considerably during the first decade of monitoring. After some recuperation in the mid-1990s the deterioration resumed. In 2001 more than 20 % of the sample trees were rated as damaged. The most important causes of this damage include extreme weather conditions, insect and fungi attack and air pollution. Depositions of nitrogen, acidity and heavy metals exceed critical loads over a large proportion of the Intensive Monitoring Plots, indicating enhanced risks for leaching of aluminium and base cations, tree root damage, crown damage by drought, frost and pests and changes in the plant diversity of ground vegetation. Plant diversity is mainly determined by actual soil condition, specifically acidity, as well as nitrogen deposition, temperature, precipitation and tree species.