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Publikation

Vilmer Thesen zum Naturschutz im Klimawandel

Vilmer Thesen

Vilmer Thesen

Erscheinungsjahr2009
Autor(en)Konrad Ott
ErscheinungsortLauterbach, Insel Vilm
Sprachede
Preiskostenfrei
Bezughttp://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/ina
ZeitschriftNatur und Landschaft
Seiten6
Dokumentarteinzelner Artikel Zeitschrift
Der Klimawandel und seine Folgen stellen eines der zentralen Themen des 21. Jahrhunderts dar - nicht zuletzt für den Naturschutz. Bewährte und ausdifferenzierte Naturschutzkonzepte werden durch den Klimawandel mit neuen Fragestellungen konfrontiert. Wie kann und soll unter solchen Bedingungen Landnutzung gestaltet werden? Welche Elemente und Zustände von global sich wandelnder Natur sollen in Schutzprogramme und -gebiete einbezogen werden? Wie gehen Akteure und Betroffene mit großen, irreversiblen Verlusten von Natur und Ökosystemdienstleistungen um? Wie kann die Motivation, sich für Naturschutz zu engagieren, unter den Bedrohungsszenarien einerseits und dem schon stattfindenden Wandel andererseits erhalten werden? All dies stellt zwar keine völlig neue Problemlage für den Naturschutz dar, denn Gefährdung und Verlust von vertrauter Natur gab es schon immer, doch Ausmaß und Geschwindigkeit haben eine neue Dimension erreicht und sind notwendig global. Zudem kann "Belohnung" für richtiges Handeln heute angesichts der Langsamkeit der Klimaprozesse erst in einigen Jahrzehnten in Aussicht gestellt werden.
Im fächerübergreifenden Gespräch zwischen VertreterInnen der Ökologie, der Ethik und der Kulturwissenschaften sowie der Naturschutzpraxis wurden diese Themen auf der 8. Vilmer Sommerakademie "Natur schützen im Klimawandel" von 13. bis 17.07.2008 diskutiert. Etwa 50 Teilnehmende waren auf der Insel Vilm (Bundesamt für Naturschutz/Internationale Naturschutzakademie) zusammengekommen, um sich Zeit zu nehmen, die grundlegenden Fragen ebenso sorgfältig wie kontrovers zu diskutieren. Die Kontroversen betrafen allerdings nicht die inzwischen überflüssige ideologische Frage, ob es einen Klimawandel wirklich gebe und ob er denn maßgeblich anthropogen verursacht sei, sondern vielmehr die Möglichkeiten und Notwendigkeiten des Naturschutzhandelns unter den Bedingungen des Klimawandels.