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Publikation

Gewerbeflächenausweisung und Flächenverbrauch – Beitrag zur naturverträglichen Siedlungsentwicklung

Erscheinungsjahr2004
Autor(en)Barbara Merkel
Co-AutorenGerhard Bergner
HerausgeberBund Naturschutz in Bayern e.V.
Fachabteilung München
Internet: http://www.bund-naturschutz.de
ErscheinungsortMünchen/D
ISBN/ISSN3-9808986-2-8
Sprachede
Bezughttp://www.bund-naturschutz.de/projekte
ZeitschriftBund Naturschutz Forschung
Zeitschriften Nr.9
Die vom Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) vorgelegte Studie "Gewerbeflächenausweisung und Flächenverbrauch - Beitrag zur naturverträglichen Siedlungsentwicklung" dokumentiert aktuelle Fehlentwicklungen im Flächenverbrauch. Der BUND hat für diese Studie 40 exemplarische Negativbeispiele aus allen Regierungsbezirken Bayerns, aus Thüringen und Baden-Württemberg sowie 11 Positivbeispiele untersucht. Es zeigt sich, dass der Konkurrenzkampf der Gemeinden um InvestorInnen zu den Hauptursachen des massiven Flächenverbrauchs zählt.
Die Studie leitet aus den Fallbeispielen Gesetzmässigkeiten ab, die bundesweit bei Gewerbegebietsausweisungen auftreten. Sie benennt aber auch Lösungsansätze, wie beispielsweise eine Verpflichtung zur Ausarbeitung von Flächenkatastern für Recyclingpotentiale, die Streichung der Subventionierungen von Gewerbegebietsausweisungen und flächenverschwendendem Bauen, die Entwicklung neuer Nutzungskonzepte für leer stehende Bausubstanz in städtischen und ländlichen Regionen sowie die Neuregelung der Gewerbesteuer mit kommunalem Interessensausgleich.
Mit dem "Schwarzbuch Gewerbegebiete Bayern" hat der BUND bereits 2003 Fehlentwicklungen im Flächenmanagement aufgezeigt und eine breite Diskussion in Gang gesetzt. Trotz positiver Ansätze der letzen Jahre, wie das Projekt "Brachflächenrecycling" in Thüringen oder Flächensparmodelle in Baden-Württemberg und Bayern ist noch keine Trendwende erkennbar. Rückblickend betrachtet wurde der Flächenverbrauch in Bayern wie auch in anderen Bundesländern nur durch die Konjunkturflaute leicht eingebremst. Somit scheint rasches Handeln nötig, denn sobald sich die Konjunktur erholt hat, droht ein weiterer schneller Anstieg des Flächenverbrauchs.