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Publikation

Dauergifte - Bedrohung für das Leben in den Alpen

Erscheinungsjahr2002
Autor(en)Manfred Krautter
Co-AutorenDr. Elli Seidl
HerausgeberGreenpeace Österreich
Internet: http://www.greenpeace.at
ErscheinungsortHamburg, Wien
Seitenanzahl32
Sprachede, en
Seiten32
DokumentartZeitschrift, Broschüre
Schadstoffeinträge gibt es nicht nur in der Nähe grosser Schadstoffquellen, sondern auch im Hochgebirge. Das ist das Ergebnis dieser Greenpeace-Studie.
Die Umweltorganisation hat Fische aus dem Schwarzsee bei Sölden/A, dem höchstgelegenen See Europas (2.800 m ü.M.), in dem noch Fische leben, untersucht und unter anderem bromierte Flammschutzmittel sowie Phtalat-Weichmacher nachgewiesen. Diese Chemikalien gehören zur Gruppe der POPs (Persistent Organic Pollutants), deren Verbreitung in der Umwelt noch wenig erforscht ist. So stammen beispielsweise manche der Schadstoffe aus PVC-Böden und gelangen durch Ausdampfen in die Atmosphäre. In den Alpen werden sie aufgrund der Kälte aus der Atmosphäre ausgeschieden und gelangen in die Hochgebirgs-Ökosysteme. Dort werden sie nur langsam abgebaut. Laut Roland Psenner, Professor am Institut für Zoologie und Limnologie der Universität Innsbruck, ist die Belastung der Fische aus Hochgebirgsseen mit POPs um bis zu 1000 mal höher als die von Fischen aus Flachlandseen. Auch bei Säugetieren und in der Vegetation von Hochgebirgen wurden hohe Belastungen mit POPs nachgewiesen.
Greenpeace fordert ein internationales Verbot der Gifte sowie eine Zulassungspflicht für neue gefährliche Chemikalien anstelle der jetzigen Meldepflicht.
Studie: http://www.greenpeace.at/umweltwissen/chemie/pdf_files/neue_dauergifte_alpen_2002.pdf (pdf, 240 kb, de/en)