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Die Alpenkonvention als Antwort auf die Globalisierung?

14.02.2011

Vor 20 Jahren legte die Alpenkonvention den Grundstein für eine gemeinsame Alpenpolitik. Heute könnte sie Antworten liefern auf Fragen, die die Globalisierung aufwirft. Die Umsetzung des Staatsvertrages aber ist in den meisten Ländern holprig. Die CIPRA fordert die Vertragsparteien dazu auf, der Alpenkonvention an der 11. Alpenkonferenz in Brdo/SI von 8./9. März mit Unsetzungsprojekten endlich ein Gesicht zu verleihen.

Mit der Unterzeichnung des «Übereinkommens zum Schutz der Alpen», kurz Alpenkonvention, treten die Alpenstaaten erstmals als ein Akteur auf, gehen einen gemeinsamen Weg in der bisher nationalstaatlich geprägten «Alpenpolitik». © Laurent Mignaux
Zurück zum Wesentlichen: Die Alpenkonvention könnte die Grundlage sein für eine ganzheitliche Alpenpolitik. © Modis 2002

20 Jahre Alpenkonvention – ein Grund zum Feiern, sollte man meinen. Doch das Fazit der CIPRA, die als Geburtshelferin für den Staatsvertrag wirkte, fällt durchzogen aus. Zwar wurden im Geiste der Alpenkonvention einige Aktivitäten und Netzwerke gestartet, die der nachhaltigen Entwicklung in den Alpen dienen. Die Gremien der Alpenkonvention selber aber wirken teils gelähmt oder drehen sich im Kreis. 20 Jahre lang wurde über Inhalte debattiert und wurden Lösungen erstritten. Die Erkenntnisse, was zu tun ist, liegen auf dem Tisch. Nun geht es darum, die Alpenkonvention in Wert zu setzen in den Alpenregionen. Die MinisterInnen haben am 8./9. März an der 11. Alpenkonferenz im slowenischen Brdo die Gelegenheit dazu.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit hat enormes Potenzial
Der Ratifizierungsprozess stockt. Die Schweiz, die im März von Slowenien den Vorsitz übernimmt, hat noch kein einziges Durchführungsprotokoll ratifiziert. Ebenso Italien. Die Europäische Union und Monaco nur einige. Es gibt so gut wie kein Budget für die Umsetzung von Projekten, die Wirkung und Aufmerksamkeit in den Alpengebieten erzielen. Wie aber soll die Alpenkonvention von den Menschen in den Alpen erkannt, akzeptiert, geschätzt und unterstützt werden, wenn sie nicht sichtbar ist?

Die Alpenkonvention hat vor 20 Jahren den Grundstein gelegt für eine gemeinsame Alpenpolitik. Sie könnte in der heutigen Zeit auch Antworten bieten auf Fragen, die die Globalisierung aufwirft. Gemeinsame Projekte zum Klimaschutz oder zum Umgang mit den sich häufenden Naturkatastrophen zeigen das enorme Potenzial der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Die Vetragsparteien müssen der Alpenkonvention mit konkreten Umsetzungprojekten ein Gesicht geben, die Gremien müssen ihre Rolle vermehrt als Initiatoren und Förderern von solchen Projekten wahrnehmen. Für die Finanzierung dieser Projekte, Netzwerke und einer verstärkten Kommunikation braucht es einen Alpenfonds, initiiert und mitgespiesen von den Alpenländern. Nicht zuletzt geht es darum, die Gremien zu öffnen für betroffene AkteurInnen aus den Regionen, Provinzen, Kantonen und Gemeinden – sie sind bereit dafür.

Beachten Sie auch das aktuelle Themenheft der CIPRA SzeneAlpen «Wer küsst sie wach? Ein Fazit zu 20 Jahren Alpenkonvention» unter www.cipra.org/szenealpen und das CIPRA-Positionspapier zur Alpenkonvention unter www.cipra.org/de/CIPRA/cipra-international/positionen.

Rückfragen bitte an:
Andreas Götz, Geschäftsführer CIPRA International
Tel. +423 237 53 53, E-Mail 

Barbara Wülser, Kommunikationsverantwortliche CIPRA International
Tel. direkt +423 237 53 11, E-Mail

Hinweis

Die Publikation der Fotos ist nur in Verbindung mit der Medienmitteilung der CIPRA erlaubt. Weiteres Bildmaterial auf Anfrage.



Weiterführende Dokumente
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Medienmitteilung vom 15.2.2011
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