20 Jahre Alpenkonvention: Die CIPRA zieht eine gemischte Bilanz03.11.2011
Die Alpenkonvention wird am 7. November 20 Jahre alt. Sie ist das konkreteste Beispiel für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Alpenraum. Die Alpenstaaten handeln den Staatsvertrag allerdings deutlich unter ihrem Wert. Die CIPRA als Geburtshelferin der Alpenkonvention fordert mehr Mittel für die Umsetzung.
Am 7. November 1991 haben die UmweltministerInnen der acht Alpenstaaten Deutschland, Frankreich, Italien, Liechtenstein, Monaco, Österreich, Schweiz und Slowenien sowie der Europäischen Gemeinschaft das «Übereinkommen zum Schutz der Alpen» (Alpenkonvention) im österreichischen Salzburg unterzeichnet. Der Geburt des Staatsvertrags ging eine jahrelange Vorarbeit der Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA voraus. Als offizielle Beobachterin ist sie nach wie vor stark eingebunden. Heute, 20 Jahre nach der Unterzeichnung, fordert die CIPRA die Alpenstaaten und die Europäische Union auf, sich auf die Stärken des Vertragswerks zu besinnen und dem Kooperationsinstrument mit finanziellen Mitteln neues Leben einzuhauchen. Lebendige Netzwerke Während diese Netzwerke nahe bei der Bevölkerung sind und mit ihren Projekten das Schlagwort «nachhaltige Entwicklung» konkret werden lassen, haben sich die Vertragsparteien in den letzten Jahren darauf konzentriert, Papier zu produzieren und Resolutionen zu formulieren. Die CIPRA, die rund 100 Organisationen und Institutionen im ganzen Alpenraum vertritt, hat die MinisterInnen wiederholt aufgefordert, die Alpenkonvention als Instrument der nachhaltigen Entwicklung zu stärken. Sie hat auch Vorschläge unterbreitet, wie das geschehen soll: Mit Umsetzungsprojekten vor Ort sollen die Alpenstaaten der Alpenkonvention ein Gesicht geben, damit sie für die Bevölkerung sichtbar und nutzbar wird. Nicht nur predigen, sondern auch handeln
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