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Standpunkt: Wenn die Alpenkonvention interaktiv wird

Claire Simon ist Geschäftsführerin von CIPRA International © Martin Walser

Die Wirksamkeit der Alpenkonvention wird häufig in Frage gestellt. Ein neuer Ansatz könnte helfen, sie als Motor der Kooperation und der nachhaltigen Entwicklung im Alpenraum neu zu positionieren, meint Claire Simon, Geschäftsführerin von CIPRA International.

Die Alpenkonvention bereitet gerade ihr Mehrjähriges Arbeitsprogramm 2017-2022 vor. Das ist eine gute Gelegenheit, um grundsätzliche Fragen zu den Themenschwerpunkten und zur gemeinsamen Arbeit zu erörtern. Der deutsche Vorsitz und das Ständige Sekretariat luden dazu Mitte Mai zu einem Workshop ein, der von der liechtensteinischen Delegation in Triesenberg ausgerichtet wurde. Die interaktive Gestaltung des Workshops war eine willkommene Neuerung in der Alpenkonvention. Dieser erste Schritt zeigt, dass eine effektivere Zusammenarbeit im Rahmen dieser internationalen Organisation möglich ist.

Beim Workshop wurden die wichtigsten Herausforderungen und Chancen in den Alpen eingehend diskutiert. Wegweisende Themen wie Raumplanung, Lebensqualität oder Jugend rücken in den Vordergrund. Über nationale Mandate hinweg fand ein Austausch statt, bei dem langjährige und erfahrene ProtagonistInnen der Alpenkonvention ihre Ideen und Vorstellungen mit TeilnehmerInnen teilen konnten, die mit diesem internationalen Abkommen bisher weniger vertraut waren. Die Ergebnisse des Workshops bieten Anregungen für zahlreiche Aktivitäten der Alpenkonvention und ihrer Partner.

Veranstaltungen dieser Art können der Alpenkonvention neuen Auftrieb geben, ihre Sichtbarkeit verbessern sowie ihre Glaubwürdigkeit und die Beteiligung an ihrer Arbeit erhöhen. Deshalb ist es wichtig, dass die Resultate von Triesenberg von allen Vertragsparteien gebührend berücksichtigt und in die Prioritäten und Aktionen des neuen Mehrjährigen Arbeitsprogramms aufgenommen werden.