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Standpunkt: Wasserkraft - Kein Endausbau!

Claire Simon ist Geschäftsführerin von CIPRA International. © Martin Walser

Bewahren wir die letzten unverbauten Alpenflüsse, fordert Claire Simon, Geschäftsführerin von CIPRA International. Die Energiewende muss auf einer Reduktion des Energieverbrauchs und der Optimierung bestehender Anlagen basieren.

Mit der angestrebten Energiewende werden in den Alpen zahlreiche Wasserkraftprojekte ins Auge gefasst. Dabei geht vergessen, dass die alpinen Gewässer in erster Linie wertvolle Lebensräume sind für zahlreiche Arten und dass sie wichtige Funktionen erfüllen für die Menschen in den Alpen und darüber hinaus. Es gibt in den Alpen keinen Platz für neue Wasserkraftanlagen, postuliert die CIPRA in ihrem Positionspapier “Alpenflüsse sind nicht erneuerbar“.

Beinahe 90 Prozent der Alpenflüsse werden bereits genutzt – vor allem um Wasserkraft zu erzeugen. Obwohl Wasserkraft als saubere, lokal nutzbare und erneuerbare Energiequelle bezeichnet wird, sind die Folgen für natürliche Lebensräume und Landschaften beträchtlich. Denn die Nutzung bringt erhebliche negative Auswirkungen auf die Ökologie von Bächen und Flüssen mit sich.

Auch wenn alle noch nutzbaren Wasserläufe verbaut würden, können die neuen Wasserkraftwerke doch nur wenige Prozentanteile an zusätzlicher Energie liefern. Dringlicher und wirksamer für die Entwicklung einer nachhaltigen Energiestrategie ist daher die Verringerung des Energieverbrauchs.

In ihrem Positionspapier von Mai 2014 ruft die CIPRA dazu auf, die letzten zehn Prozent der noch unverbauten Alpenflüsse zu bewahren und die Realisierung neuer Wasserkraftwerke zu verhindern. Denn die Lösung für das Energieproblem liegt woanders: Wir schränken einerseits unseren Energiekonsum ein und optimieren andererseits die bestehenden Wasserkraftwerke – effizient und umweltschonend.

Claire Simon, GeschäftsführerIn CIPRA International

Weitere Informationen: Positionspapier der CIPRA