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Verschleiss reduzieren durch kluge Standortwahl

Der Traum vom Haus in Grünen führt oft zu Flächenverbrauch und Zersiedelung. © Thorben Wengert, pixelio.de

Immer mehr Familien in den Alpen erfüllen sich den Traum vom Haus im Grünen und in Stadtnähe. Das bringt Probleme wie Zersiedelung und hohe Mobilitätskosten mit sich. Ein Online-Rechner zeigt nun, wann sich der Umzug lohnt.

Wirtschaftliche Entwicklung und Bevölkerungswachstum bringen mit sich, dass sich Städte in den Alpen immer weiter in die Umgebung ausweiten. Wohnraum entsteht oft abseits von guter infrastruktureller Versorgung. Mit einem im Projekt MORECO (Mobility and Residental Costs) entwickelten Online-Rechner können BürgermeisterInnen, GemeindevertreterInnen und OrtsplanerInnen ermitteln, welche Siedlungen aus Mobilitäts-, Kosten- und Nachhaltigkeitsgründen weiterentwickelt werden sollen und welche besser nicht. Auch BürgerInnen, die meist ihren Arbeitsplatz in der Stadt behalten, können in wenigen Klicks errechnen, ob sich ein Umzug mit dem durch Pendeln verursachten zeitlichen und finanziellen Mehraufwand lohnt.

Erkenntnisse aus MORECO sind auch, dass Gemeinden mit einer nachhaltigen Raumentwicklung und gut geplanten Mobilitätsinfrastruktur  den Flächenverbrauch verhindern und die Abhängigkeit vom Auto reduzieren können. So fordern die Projektpartner in einer Abschlusserklärung u.a., dass Siedlungen nur an Mobilitätsknotenpunkten gebaut werden dürfen und der Ausbau nachhaltiger Verkehrsmittel gefördert werden soll. Finanziert werden könnten die Mobilitätsmassnahmen nach einem Vorschlag eines Projektpartners, der Union der Alpenstädte und Gemeinden, durch Maut-Einnahmen auf Alpenstrassen.

Quelle und weitere Informationen: http://www.moreco-project.eu/ (en), http://www.moreco-project.eu/download/section_1_white_book/MORECO%20common%20declaration_EN.pdf (en)

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