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Urbane Alpenkonvention

Klagenfurt möchte mit E-Mobilität den CO2-Ausstoss senken. © Stadtpresse-E-Mobilität.

Städtische Gebiete werden nicht unmittelbar mit der Alpenkonvention in Verbindung gebracht. «Alpen sind doch Berge und keine Städte» heisst es oft. Die Stadt Klagenfurt/A straft diese Worte Lügen.

Mehr als drei Viertel der 174 Umweltziele, die in den Protokollen der Alpenkonvention enthalten sind, sind entgegen landläufiger Meinungen auch für Städte relevant. Dies ergab eine Studie im Auftrag der Stadt Klagenfurt/A. Zum Beispiel gehören laut Artikel 2 des Energie-Protokolls Energiesparmassnahmen zu den Verpflichtungen für die Länder. Ein Umweltziel im Katalog der Stadt Klagenfurt ist nun, die Anzahl an Gebäudesanierungen zu erhöhen. Ausserdem soll in den nächsten Jahren der Energiebedarf um 30 Prozent, der CO2-Ausstoss um 50 Prozent gesenkt werden, unter anderem mittels E-Mobilität.

Auch in Deutschland wurden die Protokolle der Alpenkonvention unter die Lupe genommen. Strittig war bisher, inwieweit diese für die Vertragspartner unmittelbar – also ohne vorherigen «Umsetzungsakt» von Behörden oder Gerichten – anwendbar sind. Vier Durchführungsprotokolle – Tourismus, Bodenschutz, Verkehr sowie Naturschutz und Landschaftspflege – erhielten nun von der Bundesregierung sowie dem Bayerischen Landesregierung diesen Status.
Die Protokolle der Alpenkonvention sind also auch 20 Jahre nach ihrer Erstellung aktuell und bieten zahlreiche Ansätze für eine nachhaltige Umwelt- und Raumentwicklungspolitik, auch für städtische Bereiche wie Klagenfurt. Die teilweise abstrakten Vorgaben an spezifische Verhältnisse und etablierte Strukturen in Städten und Gemeinden anzupassen, bleibt eine Herausfoderung.

 

Quelle und weitere Informationen:

www.e-c-o.at/data/publikationen/literaturdienst/Alpenkonvention_und_Alpenstaedte_eine_Allianz_mit_Perspektive_zollregional.pdf, www.merkur.de/lokales/region-miesbach/miesbach/neues-gutachten-veroeffentlicht-durchbruch-sachen-landschaftsschutz-6660466.html, www.alpconv.org

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