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Standpunkt: Makroregion Alpen: Beteiligt euch!

Claire Simon ist Geschäftsführerin von CIPRA International. © Martin Walser

Mit der Europäischen Strategie für die Alpen könnten die Mängel der Alpenkonvention ausgeglichen werden, so Claire Simon, Geschäftsführerin von CIPRA International. Jetzt, in der Konsultationsphase, ist die Gelegenheit, sich zu beteiligen und Nachhaltigkeit einzufordern.

Seit dem 16. Juli 2014 liegt die Europäische Strategie für die Alpen (EUSALP) zur Konsultation auf. Auch die CIPRA hat in verschiedenen Arbeitsgruppen mitgearbeitet und versucht, die Forderungen nach Nachhaltigkeit und Partizipation in diesen Entwurf einzubringen, ganz im Sinne ihres Positionspapiers «Neue Solidarität zwischen Alpen und umliegenden Regionen» unter http://cipra.org/de/positionen/118. Zwar entspricht der Strategieentwurf nicht durchwegs unseren Erwartungen. Doch der Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Jeder Mann, jede Frau, jede Organisation oder Institution kann ihre oder seine Meinung bis am 15. Oktober 2014 einbringen unter http://ec.europa.eu/regional_policy/consultation/eusalp/index_en.cfm. Diese Chance gilt es wahrzunehmen. Es geht um nichts weniger als um die Zukunft der Alpen.

Zum einen können AlpenbewohnerInnen und -akteurInnen den Strategieentwurf selber kommentieren. Dieser gibt den Rahmen vor für die künftige Zusammenarbeit in der Makroregion Alpen und schlägt mögliche Entwicklungsziele zu ausgewählten Themenbereichen vor. Nachhaltigkeit im Sinne der Alpenkonvention muss die Grundlage aller Entscheidungen sein, und die Alpenkonvention das Kernstück der EUSALP.

Zum anderen werden in der Konsultation konkrete Massnahmen und Projekte erfragt, die zur Umsetzung beitragen können. Diese Vorschläge münden dann in einen Aktionsplan. Damit bessert die EUSALP das Manko der Alpenkonvention aus, die über keine Umsetzungsstrategie verfügt.

Die Konsultation ist eine Möglichkeit, sich zu beteiligen und zur Entwicklung und Umsetzung des Aktionsplans beizutragen. Die CIPRA wird gegenüber der EU und den Nationalstaaten weiterhin für eine Öffnung der politischen Prozesse einstehen. Was nützt die beste Strategie ohne in der Region verwurzelte Menschen, Organisationen, Unternehmen, Institutionen, die sie mit Leben füllen? Damit sind Sie gemeint, liebe Leserinnen und Leser. Jetzt.

Claire Simon
Geschäftsführerin von CIPRA International

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