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Standpunkt: Auf Mitgestaltungsreise durch die Alpen

Magdalena Christandl, Mitglied des CIPRA Jugendbeirat © Darko Todorovic

Nachhaltigkeit und Reisefieber müssen sich nicht ausschliessen. «Das Alpen-Interrail zeigt vorbildlich, wie junge Menschen für ihren Lebensraum sensibilisiert und begeistert werden können», erklärt Magdalena Christandl vom CIPRA-Jugendbeirat.

Der «Youth Alpine Interrail Pass» macht es heuer erstmals möglich, für 50 Euro acht Alpenländer zu erleben und gleichzeitig klimafreundlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen. 100 Jugendliche zwischen 16 und 27 Jahren erhalten diese Möglichkeit – beworben haben sich über 450. Die ausgewählten Teilnehmenden starten ab Juli 2018 ihre Reise und berichten über ihre Abenteuer auf Social Media und der Yoalin-Website.

Die Initiative für dieses Projekt kommt von uns, dem Jugendbeirat der CIPRA, bestehend aus elf jungen Menschen aus den Alpen. Sie verdeutlicht, dass wir Verantwortung für die Zukunft unseres Lebensraums übernehmen und eigene Ideen in die Politik einbringen wollen.

Wir setzen uns ein für klimafreundlicheres, bewussteres und vor allem erschwingliches Reisen in den Alpen. Mit dem Pilotprojekt «Youth Alpine Interrail» kommen wir diesem Ziel einen gewaltigen Schritt näher. Jugendpartizipation ermöglicht es, dass neue, innovative Ideen entstehen und mit Hilfe politischer VertreterInnen umgesetzt werden.

Dank Einbeziehung in den gesamten Projektprozess identifizieren wir uns mit «unserem» Pass sehr stark, übernehmen gerne Verantwortung und investieren viel Freizeit, um eine langfristige Alternative zu ressourcenschädlichen Reiseformen zu bieten. In der Umsetzung und Bewerbung wird deutlich, dass es von und für junge Menschen entwickelt wurde.

Viele junge Menschen in den Alpen kennen ferne Länder besser als ihre nähere Umgebung, da Fliegen oft einfacher und billiger ist. Wir sind selber Vielreisende und wissen, wie es ums Reisen in den Alpen steht, vor allem aber, was es an Überzeugungskraft braucht, damit auch andere junge Erwachsene regelmässig auf nachhaltige Transportmöglichkeiten umsteigen.

Mit der Zeit hat sich für uns noch ein weiterer, vermutlich gleich wichtiger Faktor herauskristallisiert: die Stärkung der Alpenidentität. Denn viele waren zwar schon auf weit entfernten Pazifikinseln, aber noch nie in den benachbarten Ländern.

Ein entscheidender Faktor für den Erfolg ist sicherlich, dass unsere Idee gleich auf Anhieb bei einigen Alpenländern auf offene Ohren gestossen ist und wir grosse Unterstützung ihrerseits und von CIPRA International hatten um auch die restlichen Länder von dem Projekt zu überzeugen. Damit sind wir weiterhin stark involviert, fühlen uns gehört und sind weiterhin motiviert, in politischen Angelegenheiten mitzureden.

Wir wollen nachhaltige Lebensweisen und besonders klimafreundliches Reisen Mainstream werden lassen. Nur so können wir die vielfältige Natur und Schönheit der Alpen auch in Zukunft erhalten.

Der «Youth Alpine Interrail Pass» verleiht der Alpenmobilität neue Impulse und macht gleichzeitig anderen jungen Erwachsenen Mut, selbst mit ihren Ideen an EntscheidungsträgerInnen heran zu treten. Das Pilotprojekt hat gezeigt, dass der Bedarf vorhanden ist – jetzt muss es weiter gehen! Wir zählen darauf, dass sich die bisherigen UnterstützerInnen im Verbund mit den Eisenbahngesellschaften der Alpenländer bewegen lassen, unser Projekt voranzutreiben.

Website zum Projekt: yoalin.org
Social Media: Facebook und Instagram