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Städtische Regionen auf dem Vormarsch

Uroš Brežan, Thierry Billet, Ingrid Fischer und Éric Fournier bei der Titelübergabe (v.l.n.r.). (c) Sonja Karnath

Der Verein «Alpenstadt des Jahres» feiert sein 20-jähriges Bestehen. Dass die Alpenstädte über Jahre Vorreiter für die nachhaltige Entwicklung in den Alpen bleiben, zeigt eine kurze Bilanz.

Uroš Brežan hat sein Versprechen gehalten: Der Bürgermeister von Tolmin hat während des «Alpenstadtjahrs» 2016 im Rahmen der Auszeichnung viele Bürgerinitiativen unterstützt; viele Ergebnisse sind sichtbar. Die Ideen der engagierten BürgerInnen der slowenischen Stadt im Soça-Tal bildeten die Grundlage des Jahresprogramms. Die Behörden wirkten unterstützend. Ein Schwerpunkt war etwa die Stärkung des öffentlichen Verkehrs, vom Zug- bis zum Radverkehr. Die Einbeziehung und Unterstützung der Jugendlichen stand ebenfalls im Zentrum der Bemühungen: So wurde unter anderem ein Jugendstadtrat geschaffen und Kreativ-Frühstücke für junge Menschen wurden organisiert. Tourismus war der dritte Schwerpunkt im Jahresprogramm, umgesetzt unter anderem mit der Weiterbildung von GastronomInnen und dem UNESCO-Programm rund um das Biosphärenreservat Clovek. Die «Alpenstadt des Jahres 2016» hat damit ihre Vision für eine ökologisch und sozial verantwortliche Entwicklung vertieft und konkretisiert.

Nachhaltige Gestaltung der Zukunft

Rund zwei Drittel der AlpenbewohnerInnen leben in verstädterten Regionen. Die Idee, diese auszuzeichnen und zu vernetzen, geht auf Gerhard Leeb aus Villach/A zurück. Dessen Heimatstadt durfte sich 1997 erstmals «Alpenstadt des Jahres» nennen. Eine internationale Jury verleiht den Titel seit nunmehr 20 Jahren und zeichnet damit besonderes Engagement bei der Umsetzung der Alpenkonvention aus. Deren zentrales Anliegen ist es, Massnahmen zum Schutz des Alpenraums mit einer nachhaltigen, zukunftsweisenden Entwicklung der Regionen zu verknüpfen. Alpenstädte stärken mit ihren Aktivitäten das Alpenbewusstsein, beteiligen die Bevölkerung, festigen Brücken zur Region und stärken die Zusammenarbeit mit anderen Alpenstädten.

Lebendiger Austausch

Für Ingrid Fischer, dritte Bürgermeisterin der «Alpenstadt des Jahres 2005» Sonthofen und Vorstandsmitglied des Vereins, ist die Zusammenarbeit von grosser Bedeutung: «Die vielen innovativen Menschen, die ihre guten Gedanken weitertragen, sind das grösste Potenzial des Netzwerks.» Dazu gehöre der Austausch von Ideen mit anderen Städten zu Mobilitätsfragen genauso wie kulturelle Veranstaltungen. Die Stadt Sonthofen zeigt mit unzähligen Initiativen und Veranstaltungen, dass sie auch über ein Jahrzehnt danach die Idee der Alpenstadt weiterträgt und das Netzwerk pflegt.

«Alpenstadt des Jahres» im Jubiläumsjahr 2017 ist Tolmezzo, Hauptort der italienischen Region Karnien. Die Auftaktveranstaltung findet im April 2017 statt.

 

Quellen und weitere Informationen:

www.alpenstaedte.org