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Schlechte CO2-Bilanz für Brennerbasis-Tunnel

Die Politik muss effiziente Massnahmen zur Verlagerung setzen, sollen Infrastrukturen wie der Brennerbasis-Tunnel einen Mehrwert bringen. © Rainer Sturm / pixelio.de

Bau und Betrieb des Brennerbasis-Tunnels verursachen viel CO2. Unter den heutigen Voraussetzungen bringt das grosse Infrastrukturprojekt keine Entlastung für das Klima, so das Fazit einer Studie. Sie benennt, wer handeln muss.

Wie viel CO2 spart der Brennerbasis-Tunnels (BBT) ein? Auf diese Frage gibt eine im Dezember 2014 veröffentlichte Studie des EURAC-Instituts in Bozen/I Antwort. Berechnet wurden der CO2-Ausstoss für den Bau und den Betrieb des Bahntunnels. Das Fazit: Die CO2-Bilanz kann ausgeglichen sein, d. h. der Bau des BBT kann eine CO2-Reduktion im Vergleich zum Istzustand bringen. Allerdings muss die Politik für effiziente Rahmenbedingungen sorgt, damit der Verkehr auch tatsächlich von der Strasse auf die Schiene verlagert wird.

Zu ähnlichen Ergebnissen kam eine ältere Studie der EURAC, ebenfalls im Auftrag jener Gesellschaft, die für den Tunnelbau verantwortlich ist. Sie wurde 2010 erstellt, aber erst im Sommer 2014 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der grüne Landtagsabgeordnete und Tunnel-Kritiker Riccardo Dello Sbarba bezeichnete darauf den BBT als nicht nachhaltiges Projekt: Der Energieaufwand sei so enorm, dass es bei voller Auslastung und unter optimalen Bedingungen mindestens 20 Betriebsjahre brauche, damit der beim Bau anfallende CO2-Ausstoss kompensiert würde.

Die Autoren der aktuellen Studie appellieren daher an die Politik. Denn eine negative CO2-Bilanz des BBT ist unabwendbar, wenn der Güterverkehr über den Brenner weiterhin vor allem mit LKWs abgewickelt wird.

Quelle und weitere Informationen: http://www.eurac.edu/de/research/mountains/regdev/Pages/newsdetails.aspx?entryid=148622, http://www.bbtinfo.eu/wp_2013/files-pdf/Studie%20CO2%20Haushalt%20des%20Brenner%20Basistunnels.pdf, http://www.suedtirolnews.it/d/artikel/2014/07/01/bbt-kein-nachhaltiger-bau.html