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Quads schänden die Dolomiten

Schwer, dreckig und laut: Quads haben in sensiblen Naturräumen wie den Dolomiten nichts zu suchen. © Mountain Wilderness

Anfang Juni 2017 röhrte eine Quad-Karawane durch die Dolomiten. Wird man sich an solche Paraden in den italienischen Alpen gewöhnen müssen?

Eine Beschwerde von Mountain Wilderness Italien bei der Staatsanwaltschaft reichte nicht aus, um ein Verbot der Veranstaltung zu erwirken: Die 98 Kilometer lange Offroad-Tour bei Falcade fand statt. Die Fahrt in den Dolomiten des Veneto führte durch ökologisch und landschaftlich hochsensible Gebiete, darunter auch solche von gemeinschaftlicher Bedeutung und besondere Schutzgebiete, ohne dass eine Verträglichkeitsprüfung durchgeführt worden war. Deshalb legte Mountain Wilderness nach der Veranstaltung erneut Beschwerde bei den Staatsanwaltschaften in Trient und Belluno ein gegen die Gemeinden, die diese Initiative genehmigt hatten.

Es war vermutlich eine der ersten Veranstaltungen dieser Art in einem so empfindlichen Gebiet wie den von der Unesco geschützten Dolomiten. «Das Terrain eignet sich gewiss nicht für Spritztouren mit diesen Fahrzeugen, die nicht nur Lärm und Störung, sondern auch Bodenschäden verursachen», erklärt Luigi Casanova. Solche Initiativen stehen laut dem Ehrenpräsidenten von Mountain Wilderness Italien in klarem Widerspruch zum Tourismus- und Naturschutzprotokoll der Alpenkonvention.  «Solche Praktiken dürfen nicht Usus werden in den Alpen.»

 

Quellen und weitere Informationen:

www.ladige.it/territori/dolomiti/2017/05/15/raduno-quad-dolomiti-mountain-wilderness-denuncia (it) , www.mountainwilderness.it/mobilita-sostenibile/quad-falcade-andata (it)