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…Holadaittijo! Früher Juchezer, Almschrei oder Kuhreihen genannt, ist der Jodler heute in aller Munde.

Noch vor 100 Jahren wurde das Jodeln im Alpenraum in der Familie gelernt, um sich in Bergregionen über weite Distanzen zu verständigen. Heute wird es anders wahrgenommen. Mit modernen Jodelworkshops haben ausgebildete SängerInnen eine Nische gefunden. Zu ihrem Klientel gehören vorrangig nicht mehr Menschen vom Land oder aus den Bergen, sondern die urbane Mittelschicht. In Verbindung etwa mit Yoga wird der Gesang auf eine Ebene der Geistigkeit gehoben. Den Körper öffnen, die Stimme befreien – so lauten die therapeutischen Konzepte, die das Jodeln zum Lifestyle machen. Das Ziel ist, durch die Rückbesinnung auf Tradition und die regionale Identität der Schnelllebigkeit und Globalisierung zu trotzen. Dass das Jodeln dadurch selbst eine Globalisierung erfährt, ist die Konsequenz. Junge Leute können sich noch auf andere Weise ans Jodeln herantasten, etwa mit der neuen App «Jodel», mit der Studierende Tratsch und Klatsch auf dem Campus sammeln und Nachrichten und Bilder an die Studierenden in der Nähe verbreiten können. Ganz nach dem Slogan: «Sei freier und verrückter als je zuvor – jetzt wird gejodelt!»

Quellen: http://derstandard.at/2000033815648/Vom-Almschrei-zum-ausgebuchten-Jodelworkshop, http://www.spiegel.de/netzwelt/apps/jodel-smartphone-app-bringt-den-trash-talk-auf-den-campus-a-1029008.html

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