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Offene Alpen 2017

Die Stadt Como/It im Winter. Im Sommer bleiben hier am Alpensüdrand viele Flüchtlinge auf ihrer Reise in Richtung Norden stecken. © Michael Gwyther-Jones (flickr)

Ende Jahr wurden die GewinnerInnen des Menschenrechtspreis «Offene Alpen» für das Jahr 2017 bekanntgegeben. Die Auszeichnung wird an Personen oder Gruppen verliehen, die sich aktiv für die Rechte von Geflüchteten, ImmigrantInnen, sozial benachteiligten Menschen und bedrohten Minderheiten in Europa einsetzen.

Dieses Jahr werden zwei Organisationen ausgezeichnet, die sich beide mit einem besonderen Engagement in der andauernden Flüchtlingswelle in Europa hervortun. Es sind dies die „Associazione Firdaus“ von Lisa Bosia Mirra, Kantonsrätin im Schweizer Südkanton Tessin und Pfarrer Don Giusto Della Valle in Como/I, der mit seiner Initiative „Progetto Accoglienza Rebbio“ unbegleitete Minderjährige auf der Flucht betreut.

Der Preis soll diesen Initiativen den Rücken stärken, aber auch die Öffentlichkeit daraufhin sensibilisieren, dass die Alpen in ihrer Geschichte immer wieder Ort der Migration waren. Letzten Sommer wurde diese Tradition mit geschlossenen Grenzen entlang der Südalpen, vom Brenner in Österreich bis Ventigmiglia/I und Chiasso/CH, auf den Prüfstand gestellt.

Viele ländliche Gemeinden und Regionen in den Alpen kämpfen mit grossen demographischen Herausforderungen wie Alterung und Abwanderung der Bevölkerung. Gleichzeitig entstehen an vielen Orten innovative Modelle zur Eingliederung von Menschen, die von aussen zuwandern in die lokalen Gemeinschaften und in den Arbeitsmarkt. Diese Zuwanderer können junge Familien sein, AussteigerInnen und „New Mountaineers“, SaisonarbeiterInnen im Tourismus oder in der Landwirtschaft, aber auch Menschen, die aus Kriegsgebieten fliehen mussten und eine neue Heimat für sich und ihre Angehörigen suchen. Das Projekt PlurAlps zeigt Lösungen auf, wie Gemeinden, Unternehmen und die Zivilgesellschaft dazu beitragen können, dass kulturelle Diversität und Pluralismus zu einer Stärke des Alpenraums werden und dass der soziale Zusammenhalt in lokalen Gemeinschaften verbessert wird. CIPRA International beteiligt sich an dem Projekt über die gemeinnützige CIPRA Lab.

Quellen und weitere Informationen:

www.sosf.ch/de/themen/asyl/informationen-artikel/offene-alpen-2017.html?zur=41, www.cipra.org/de/cipra/international/projekte/laufend/pluralps, www.civic-forum.org/de/artikel/der-schweizerische-menschenrechtspreis-%E2%80%9Eoffene-alpen%E2%80%9C-2017-unterst%C3%BCtzung-f%C3%BCr-fl%C3%BCchtlinge-und

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