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Neuer Projektfokus bei CIPRA Deutschland

Das Jahr 2018 markiert gleichzeitig den Abschluss des Projekts Alpenkonvention AAA+ und den Beginn von Knotenpunkt Alpen bei CIPRA Deutschland. Ohne ein direktes Folgeprojekt zu sein, ist die Grundidee auch aus Erkenntnissen aus Alpenkonvention AAA+ erwachsen. In letzterem stand die Sensibilisierung der Kommunalvertreter im Fokus, nun wird es um die direkte Ansprache von Bürgerinnen und Bürgern, Initiativen und Vereinen - also der Zivilgesellschaft - gehen.

Im Projekt Alpenkonvention AAA+ (2016-2018) der CIPRA Deutschland wurden Akteure aus dem bayerischen Alpenraum für nachhaltige Kommunalentwicklung sensibilisiert und auf die Regularien und Leitlinien der Alpenkonvention aufmerksam gemacht. Die Erkenntnisse aus diesem Projekt wurden in einem Dossier wie folgt zusammengefasst: „So kann dieser Leitfaden [die Alpenkonvention] für eine positive Zukunft in den Alpen implizit in das kommunale Regierungs- und Verwaltungshandeln einfließen sowie seine Verwirklichung in konkreten Projekten finden. Vor allem Letzteres profitiert enorm von einer umfassenden Einbindung der Zivilgesellschaft in Form von lokalen Initiativen und Vereinen sowie Bürgern.

Mit der Werkraumexkursion wurde bereits eine Aktivität initiiert, die an diesem Leitfaden angelehnt ist. Hier wurde deutlich vor Augen geführt, wie wichtig das zivilgesellschaftliche Engagement für eine nachhaltige Entwicklung ist. Neben den im Dossier aufgeführten Erkenntnissen, zeigten sich im Projekt Alpenkonvention AAA+ auch viele private Initiativen und lokale Vereinigungen, die sich auf einer zivilgesellschaftlichen Ebene für eine solche Entwicklung ihrer Region einsetzen. Die Basis für die o.g. „umfassende Einbindung der Zivilgesellschaft“ ist also bereits vorhanden.

Oft überschneiden sich die Themen, die Akteure wissen aber oft nichts davon, weil keine regionsübergreifende Kommunikation stattfindet. Hier fehlt also ein regionsüberschreitendes Netzwerk für den bayerischen Alpenraum. Dieses will CIPRA Deutschland, in ihrer Funktion als Netzwerkerin und Mediatorin, im Projekt Knotenpunkt Alpen aufbauen. Es hat zum Ziel, Akteure und Aktivitäten zur Nachhaltigkeit im bayerischen Alpenraum, die die Umsetzung der Protokolle der Alpenkonvention, oder allgemein die nachhaltige Entwicklung in ihrer Region, unterstützen oder tragen, zu bündeln und zusammenbringen. Dabei entsteht eine umfassende Datenbank für und mit diesen Akteuren.

Eine solche systematische Erfassung der Akteure erlaubt es, das bestehende Netzwerk zu visualisieren und potentielle neue Verknüpfungen und Knotenpunkte herauszuarbeiten. Um neuen Verflechtungen Leben einzuhauchen und diese zu verstetigen, wird es mehrere entsprechende Knotenpunkt-Veranstaltungen in den jeweiligen Regionen geben. Die Veranstaltungen können durch die Informationen aus der Datenbank genau auf die zu vernetzenden Akteure zugeschnitten werden. Dabei sollen auch Grenzen einzelner Themenfelder oder Disziplinen durchbrochen werden.

Am Ende des Projekts wird angestrebt, diese Datenbank zu einer Art sozialem Netzwerk auszubauen. Auf dieser Plattform können sich die Akteure finden, austauschen, Inspiration und Motivation teilen. Wie genau diese Plattform auszusehen hat, wird sich im Laufe des Projekts zeigen. Zunächst stehen die umfassende Recherche und die sich daraus ergebenden Knotenpunkt-Veranstaltungen im Fokus.

 

Wir bedanken uns an dieser Stelle für die Förderung und fruchtbare Zusammenarbeit im Projekt Alpenkonvention AAA+ beim Umweltbundesamt und beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Auch das Projekt Knotenpunkt Alpen wird im Rahmen der Verbändeförderung finanziell ermöglicht.