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Naturschutz ist ökonomisch

Unternehmen können von Schutzgebieten wirtschaftlichen Nutzen ziehen, sagt die italienische Handelskammer. © bagal / pixelio.de

Schutzgebiete beflügeln die Wirtschaft, bringen mehr Jugendliche in die Region und mehr Frauen in die Führungsetagen der Unternehmen. Das ist das Fazit einer gemeinsamen Studie des italienischen Umweltministeriums und der Handelskammer.

Unternehmen mit Sitz in Schutzgebieten profitieren teilweise vom Naturschutz. Das geht aus der eben publizierten Studie «Die Realwirtschaft in Nationalparks und Schutzgebieten» hervor. Das Umweltministerium und die Handelskammer haben darin Gemeinden mit ähnlichen wirtschaftlichen und strukturellen Rahmenbedingungen innerhalb und ausserhalb von Schutzgebieten verglichen.

Der Naturschutz nützt vor allem Unternehmen im Veneto sowie in Nordwest-Italien, also in den Regionen mit Alpenanteil Piemont und Lombardei. Dort entstehen pro Einwohner 6‘000 Euro zusätzliche Wertschöpfung. Zwischen 2011 und 2013 hat allgemein die Wertschöpfung in Schutzgebieten um 0,6 Prozent abgenommen. Im restlichen Italien war der Rückgang dreimal so gross.

Ausserdem arbeiten bei Unternehmen in Schutzgebieten mehr Frauen und junge Menschen als anderswo in Italien. Sie werden von der Dynamik in den Schutzgebieten angezogen, heisst es in der Studie. Junge Menschen gründen dort vermehrt Vereine, Genossenschaften und innovative Firmen. Frauen führen 26,8 Prozent der Unternehmen, während es ausserhalb von Schutzgebieten nur 23,6 Prozent sind.

Quelle und weitere Informationen: http://www.areeprotette-economia.minambiente.it/index.php?r=4 (it), http://www5.ansa.it/web/notizie/canali/energiaeambiente/natura/2014/09/16/in-parchi-naturali-68mila-imprese-tornano-i-giovani_32635a3b-5313-4860-a804-397b2acac800.html (it), http://www.unioncamere.gov.it/P42A2419C160S123/Ambiente--i-Parchi-naturali-spingono-il-Pil-ma-non-al-Mezzogiorno.htm (it)