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Naturschutz - eigentlich immer lästig in Bayern.

Bild: CIPRA Deutschland

„Das Riedberger Horn ist eine Tragödie, eine neue Dimension, eine Ohrfeige für die Generationen von großartigen Bayern, die sich seit über 100 Jahren für den Schutz der Alpen engagieren," so der Dokumentarfilmer und Autor Dieter Wieland in seiner Festansprache am 09. Dezember anlässlich der Verleihung der Verfassungsmedaille an 38 verdiente Persönlichkeiten durch den Bayerische Landtag.

„Sie haben die unglaublich schönen Landschaften unzerstört erhalten, von denen die Allgäuer Gemeinden heute bestens leben. Hier geht es doch nur um die Gewinne der Liftbetreiber.

Diesmal geht der Staat selbst voran, seine eigenen Gesetze zu übertreten und zu konterkarieren. Ja, er ist sogar bereit, internationale Staatsverträge, die er zum Schutz der Alpen beschlossen hat, zu brechen. Man wird doch noch Bayern vermarkten dürfen, besonders da, wo es am schönsten ist.

Ministerpräsident Hoegner hätte solche Zielabweichungstricks mit starker Hand sofort vom Tisch gewischt. Er sagte im Januar 1959 in der Aussprache zur Regierungserklärung:

„Der modernen Raffgier, die das letzte Wildwasser und den letzten stillen See ohne wirtschaftliche Notwendigkeit zum Knecht der Technik macht, den letzten einsamen Berg dem Massengetümmel erschließt, mit ungeheuren Kosten das letzte Moor austrocknet, um einen lächerlichen Nutzen zu erzielen, muß vom Staat aus Gründen des Gemeinwohls eine Grenze gesetzt werden.“

Oh, wir bräuchten ihn dringend heute. Aus Gründen des Gemeinwohls - Gemeinwohl geht vor Eigeninteressen - wo ist dieses Argument geblieben?

 

Lesen Sie mehr in der Rede von Dieter Wieland, gehalten am 09. Dezember im Bayerischen Landtag:

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