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Naturkapital Deutschland

Bild: CIPRA Deutschland

Die ökonomischen Leistungen der Natur werden in ihrer Bedeutung für Mensch und Gesellschaft systematisch unterschätzt. Das ist das zentrale Ergebnis der zweiten Teilstudie "Naturkapital Deutschland – TEEB DE", die die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum ländlichen Raum zusammenfasst.

„Naturkapital Deutschland" führt die internationale TEEB-Initiative auf nationaler Ebene fort. Hauptaufgabe ist die Erarbeitung von vier thematischen Berichten, die ökonomische Argumente für die Erhaltung des „Naturkapitals“ liefern und damit ethische und ökologische Begründungen sinnvoll ergänzen.

Der Verlust der biologischen Vielfalt, die Endlichkeit von Naturressourcen und die Schädigung von Ökosystemen zeigen immer häufiger: Der Wegfall von Ökosytemleistungen ist oft nur schwer und meist zu hohen Kosten auszugleichen, die sich vor allem volkswirtschaftlich niederschlagen und von der Allgemeinheit zu tragen sind. In vielen internationalen Beispielen konnte gezeigt werden: Der Schutz und die nachhaltige Nutzung von Natur und biologischer Vielfalt lohnen sich – auch ökonomisch gesehen. Dies haben die Ergebnisse der internationalen TEEB-Initiative The Economics of Ecosystems and Biodiversity (2007-2010) eindrucksvoll belegt.

Allerdings wird dieser Eigenwert der Natur allzu häufig in privaten und öffentlichen Entscheidungen nicht berücksichtigt. Dies geschieht oft unbeabsichtigt, weil den Entscheidungsträgern diese von der Natur gratis bereitgestellten Leistungen nicht bewusst sind. Eine volkswirtschaftliche Perspektive schafft hier mehr Transparenz.

Unter den positiven Beispielen von „Naturkapital Deutschland“  finden sich auch touristische Beispiele. Gerade für Alpenorte wie Balderschwang, Grasgehren oder Obermaiselstein bietet es sich angesichts der intensiv diskutierten Erschließung des Riedberger Horns an, diese Ökosystemleistungen zu schützen und zu pflegen, um daraus langfristig und nachhaltig Kapital für einen naturnahen Tourismus zu schlagen.

 

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