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Nachhaltiger Tourismus von unten

Wenn man in Ruhe die Wanderwege um Balme geniesst, kann es zu schönen Begegnungen kommen © Fulvio Spada_flickr

Die kleine italienische Gemeinde Balme setzt der übermässigen Nutzung ihrer Landschaft Grenzen. Und wird dadurch attraktiver für erholungssuchende Gäste.

Die kleine Gemeinde Balme im Gebiet Valli di Lanzo hat sich eine unberührte Natur erhalten, die von einer steigenden Anzahl TouristInnen und BesucherInnen geschätzt wird. Im Winter zieht die Region vor allem Turiner SkitourengeherInnen und SchneeschuhläuferInnen an, während im Sommer auch viele Gäste aus dem Ausland die Wanderwege der «Grande Traversata delle Alpi», einen Weitwanderweg durch die italienischen Alpen, nutzen und dabei in Balme Halt machen. Ende letzten Jahres fasste die Gemeinde einen wegweisenden Beschluss: Im Sommer ist es nun verboten, Wanderwege und Pisten mit Motorrädern, Geländewagen und Quads zu befahren, und und im Winter ist die Verwendung von Motorschlitten und Hubschraubern für die Beförderung von TouristeInnen untersagt. Der Schutz der Berglandschaften steht für die Verantwortlichen im Vordergrund, und nicht die Ausbeutung und der Konsum der Berge.

Damit ist Balme die erste Gemeinde der italienischen Alpen, die sich mit einem offiziellen Beschluss gegen das Heliskiing ausspricht, das zwar umweltschädigend, aber trotzdem in weiten Teilen Italiens – mit Ausnahme des Trentino und Südtirols – noch zulässig ist und praktiziert wird. Unter dem Motto «BalmExperience. Gebirge ist möglich» bereitet sich Balme mit der Unterstützung von Mountain Wilderness und verschiedener weiterer Organisationen mit einer Reihe von Veranstaltungen und Initiativen darauf vor, seine Gäste die Berge authentisch und naturnah erleben zu lassen.

Wie Balme müssen sich viele andere Destinationen im Alpenraum den Herausforderungen veränderter Anforderungen in der Tourismusbranche stellen und nach Lösungen suchen.  CIPRA International hat sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und kürzlich im Rahmen von alpMonitor ein Dossier, eine Präsentation und ein Positionspapier dazu veröffentlicht. Die Organisation möchte damit verschiedene Möglichkeiten aufzeigen und zum Nachdenken anregen.

 

Quellen und weitere Informationen:

www.regione.piemonte.it/pinforma/turismo/981-balmexperience-la-montagna-possibile.html (it) , www.lastampa.it/2017/01/16/societa/montagna/natura-e-cultura/balme-dice-no-alleliski-7jSgbZsNqr85q7kMMwJnHI/pagina.html (it) , www.mountcity.it/index.php/2017/02/07/balmexperience-stop-alla-montagna-luna-park/ (it)

Positionspapier CIPRA International

alpMonitor