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Mobil zur Arbeit und im Kopf

«Menschen vergessen einen Stau sehr schnell, wenn dieser weniger als zehn Minuten dauert.» 140 Augenpaare waren auf den Referenten Gerhard Fehr gerichtet. Der Verhaltensökonom zeigte seinen ZuhörerInnen an der internationalen Fachtagung zur Pendlermobilität Mitte November in Hard, Österreich, auf, warum die Wahl des Verkehrsmittels oft keine rationale Entscheidung ist.

ExpertInnen aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und VertreterInnen von NGO’s und Verbänden aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Liechtenstein erhielten Impulse zu nachhaltiger Mobilität.

Sie erfuhren: Gute Mobilitätsmassnahmen unterstützen PendlerInnen dabei, instinktiv auf Alternativen zum Auto zurückzugreifen, weil sie keine aufwendigen Entscheidungsprozesse voraussetzen. Wie das umgesetzt werden kann, erläuterte Frank Burmeister vom niederländischen Verkehrsministerium anhand der Mobilitätsstrategie seines Landes. Diese strebt eine Verlagerung von Pendlerströmen auf Fahrrad, Fahrgemeinschaften und Züge an.

Die Fachtagung war eine wichtige Etappe des bereichsübergreifenden Projekts Pemo, das CIPRA International im Auftrag des Landes Liechtenstein und des Kantons St. Gallen, zusammen mit dem Energieinstitut Vorarlberg und dem Landkreis Lindau durchführt. Eine Schlüsselrolle kommt dabei grossen Arbeitgebern zu. 19 Unternehmen und Institutionen erproben im Rahmen von Pemo Massnahmen zur Änderung des Mobilitätsverhaltens von Pendelnden. Pemo baut auf den Erfahrungen des Alpine-Space-Projekts Alpstar auf, bei dem in der Pilotregion Alpenrheintal Methoden zur Reduktion des CO2-Ausstosses erarbeitet wurden, um diese Erkenntnisse alpenweit zu nutzen.

www.cipra.org/de/verkehr

«Gerade in einer räumlich so begrenzten und kulturell eng verbundenen Region wie dem Alpenrheintal sind für mich grenzüberschreitende Projekte ein Gebot der Stunde. Durch die Begegnungen mit Projektpartnern aus den Nachbarregionen und der CIPRA habe ich viele neue Ideen kennengelernt, die unsere Arbeit im Vorarlberg voranbringen.»

Martin Reis, Projektpartner Pemo, Energieinstitut Vorarlberg/A


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