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Mehr Sommerferien dank Klimawandel

Der Klimawandel beeinflusst Mensch, Tier und Natur.© Pim Stouten_flickr

Längere Vegetationszeiten von Pflanzen ist eine direkte Folge des Klimawandels. Das hat auch soziale Auswirkungen auf Landwirte und Landwirtinnen.

Der Klimawandel hat verschiedenste Auswirkungen auf Natur und Mensch: Eine neue Studie zeigt, dass zum Beispiel Gämsen, Rothirsche und Steinböcke im Durchschnitt 100 Meter höher grasen als noch vor 20 Jahren. Eine weitere Studie sagt, dass die Arve, der typische Baum an der Waldgrenze, in ihrer Existenz bedroht werden könnte. Mit der Wanderung in höhere Lagen versucht sie die Veränderungen in ihrem Lebensraum auszugleichen.  Möglicherweise ist ihre Anpassungsfähigkeit nicht schnell genug, sodass sie von unten nachwachsenden Arten verdrängt werden könnte.

Doch auch für den Menschen bedeutet der Klimawandel Anpassung und Veränderung, auch ganz kleinräumig. Ein Bericht aus Vorarlberg/AT beschreibt, wie der Jahresrhythmus von Landwirtinnen und Landwirten durcheinander kommt. Wenn es im Frühling früher ausapert, wächst auch das Gras früher. Das heisst, es muss früher geschnitten werden, da sonst die Nährstoffe verloren gehen oder Unkraut nachwächst. Für Betriebe mit Stufenwirtschaft bedeutet das aber nicht nur eine Anpassung in ihrem Jahresprogramm, sondern das ganze Familien- und Sozialleben wird tangiert. Wenn beispielsweise Familien mit schulpflichtigen Kindern noch im Tal bleiben müssen, obschon die Kühe bereits auf die Alp getrieben wurden. Oder Nebenverdienste, das Dorf- oder Vereinsleben. Berichte über Anpassungsstrategien beinhalten meist Schlagwörter wie Naturrisiken, Extremereignisse, Schneesicherheit oder Vegetationszeiten und wirtschaftliche Folgen. Nicht zu vergessen sind die kleinräumigen sozialen Folgen für dein einzelnen Menschen oder eine Familie.

 

Quellen und Links:

www.regensburg.de/fm/121/broschuere_bayerische_klimaanpassungsstrategie.pdf , http://derstandard.at/2000060560359/Klimawandel-zwingt-Hirsche-und-Steinboecke-in-hoehere-Alpenlagen , www.nzz.ch/wissenschaft/klima/klimawandel-in-den-alpen-fuer-die-arve-wird-es-eng-ld.1304067