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LBV-Studie zum Birkhuhn am Riedberger Horn

Bild: CIPRA Deutschland

Nach einer aktuellen Untersuchung des LBV leben mehr seltene Birkhühner im Gebiet des Riedberger Horns als bisher angenommen. Das Riedberger Horn erfüllt damit faktisch alle rechtsverbindlichen Kriterien eines EU-Vogelschutzgebiets. Der LBV schlägt deshalb eine Ergänzung der angrenzenden, schon gemeldeten EU-Vogelschutzgebiete durch das Riedberger Horn vor.

Im bayerischen Landkreis Oberallgäu wurden vom LBV Erfassungen des aktuellen Bestandes des Birkhuhns am Riedberger Horn durchgeführt. Die Studie weist einen Bestand von bis zu 51 Birkhähnen im Lebensraum Riedberger Horn nach. Laut der Studie dürfte es sich – auch naturräumlich bedingt – um einen der kohärentesten und am besten strukturierten Habitatkomplexe für Birkhühner in den Bayerischen Alpen handeln. Zusammen mit dem Vogelschutzgebiet Allgäuer Hochalpen und dem in Österreich angrenzenden EU-Schutzgebiet Hoher Ifen bildet das Riedberger Horn somit das wichtigste Birkhuhn-Vorkommen Deutschlands. Der im Allgäu insgesamt erhobene Bestand von 250 Birkhähnen macht mehr als ein Drittel des bayerischen Bestands aus. Das Riedberger Horn erfüllt somit faktisch alle rechtsverbindlichen Kriterien eines EU-Vogelschutzgebiets. Das bedeutet, dass das Beeinträchtigungs-und Störungsverbot zu beachten ist, obwohl das Riedberger Horn nicht den Statuseines Vogelschutzgebiets hat. In ähnlich gelagerten Fällen wurde eine Ergänzung der Meldung gerichtlich durchgesetzt (EuGH 1999, BVerwG 2014). Der LBV schlägt deshalb eine Ergänzung der angrenzenden, schon gemeldeten EU-Vogelschutzgebiete durch das Riedberger Horn vor. Käme es am Riedberger Horn zu der umstrittenen Liftverbindung der beiden Skigebiete von Grasgehren und Balderschwang, würde die Population der Birkhühner nachhaltig geschwächt werden.

 

 Eine Vorabversion der Studie finden Sie unter www.lbv.de/presse.

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