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«Klimaschutz und -anpassung sind Querschnittmaterien»

Helmut Hojesky, Vorsitzender des Alpinen Klimabeirats © BMLFUW Alexander Haiden

Interview: Klimaneutrale Alpen bis 2050 – wie erreichen? Helmut Hojesky Vorsitzender des Alpinen Klimabeirats der Alpenkonvention, über Aufgaben, Ziele und Vorgehen.

Herr Hojesky, welches sind die Aufgaben des Alpinen Klimabeirats?

Die XIV. Alpenkonferenz hat den Alpinen Klimabeirat eingesetzt, um die im Alpenraum bestehenden Initiativen und Beiträge zum Klimawandel zu bündeln sowie Vorschläge für ein konkretes Zielsystem der Alpenkonvention im Hinblick auf die Perspektive «klimaneutraler Alpenraum» zu erarbeiten. Dies wird im Einklang mit den europäischen und internationalen Zielsetzungen erfolgen. Die Ergebnisse werden der XV. Alpenkonferenz vorgelegt.

Welche Massnahmen setzt der Alpine Klimabeirat, um das Ziel «klimaneutraler Alpenraum bis 2050» zu erreichen?

Konkrete Empfehlungen werden vom Klimabeirat erarbeitet; sie befinden sich derzeit noch im Entwurfstadium. Mit der umfassenden Erhebung des Beirats über bestehende Initiativen zum Klimawandel und dem daraus resultierenden Bericht konnten bereits mögliche Handlungsfelder identifiziert werden. Die nächsten Treffen des Klimabeirats werden sich den Empfehlungen und der Erarbeitung eines Zielsystems widmen.

Was sind die grössten Hürden bei der Bewältigung dieser Aufgaben und bei der Erreichung dieses Ziels?

Die Themen des Klimaschutzes und der Klimawandelanpassung sind Querschnittmaterien, die in die Arbeit nahezu aller Arbeitsgruppen und Plattformen der Alpenkonvention hineinspielen. Die grösste Herausforderung besteht darin, diese Themen bestmöglich in die zukünftigen Mandate und laufenden Aktivitäten all dieser Arbeitsfelder einfliessen zu lassen.

Wie wird die Zivilgesellschaft im Klimabeirat miteinbezogen?

Die Zusammensetzung des Beirats ist möglichst breit angelegt. Durch die Teilnahme und aktive Mitgestaltung von Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft an den Sitzungen des Alpinen Klimabeirates, wie WWF, CIPRA, Iscar, DAV, Alparc oder CAA, ist die Berücksichtigung ihrer Anliegen sichergestellt.

Wie sehen Sie Ihre Rolle als Vorsitzender des Klimabeirats?

Mir ist insbesondere wichtig, die Verbindung zu den klimapolitisch wichtigen Verhandlungen auf europäischer und internationaler Ebene herzustellen. Denn nur durch gemeinsame Anstrengungen können wir die Ziele des Pariser Klimaübereinkommens und des klimaneutralen Alpenraums bis 2050 erreichen.

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