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Keine freie Fahrt von Italien nach Deutschland

Eine Autobahn generiert Verkehr. Die Leidtragenden sind die Alpentäler. © dvdbrammhall

Die EU möchte die Alemagna nicht finanzieren. Die italienische Region Veneto hält an der Strassenverbindung nach Deutschland fest.

Die Kommission für Regionalentwicklung des Europäischen Parlaments hat letzte Woche Nein zu einer Finanzierung des Ausbaus der Alemagna-Autobahn gesagt. Damit stellt sich die Europäische Union hinter das Verkehrsprotokoll der Alpenkonvention. Einzig italienische EU-Abgeordnete aus der Region Veneto befürworten das Projekt.

Die Idee der Alemagna wurde vor 60 Jahren mit der Vorlage des so genannten Miozzi-Plans geboren. Er sah eine weitere hochrangige Transitverbindung zwischen Venedig in Italien und München in Deutschland über österreichisches Staatsgebiet vor. Auf italienischer Seite wurde der Ausbau stückchenweise realisiert und damit Verkehr generiert, der vor den Landesgrenzen der Anrainerstaaten im Norden nicht Halt macht.

Peter Hasslacher von CIPRA Österreich warnt vor der Belastung für Südtirol und das österreichische Pustertal und Drautal bei einem weiteren Ausbau. Die verkehrsgeplagten Alpen sollen nicht weiter belastet werden. Vielmehr soll die angedachte Bahnlinie von Toblach in Richtung Cortina d’Ampezzo in Italien realisiert werden.

Auch die Umweltverbände und die Behörden in Südtirol, Deutschland und Österreich lehnen die Alemagna ab. Doch bis die Alpen vom Verkehr entlastet und dieser auf die Schienen verlagert wird, werden noch viele Autos und Lastwagen darüber und hindurch rollen.

Quellen und weitere Informationen: www.mountainwilderness.it/news/displaynews.php?idnews=483 (it)