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Höhere Lebensqualität dank einer nachhaltigeren Verkehrspolitik

(c) Heinz Heiss, Zeitenspiegel

In direkter Nachbarschaft zu Liechtenstein, im österreichischen Feldkirch, läuft der Planungsprozess für ein gigantisches Strassenprojekt: den Stadttunnel Feldkirch.

Damit die Autos künftig nicht mehr dicht an dicht durch die Innenstadt rollen, sollen sie über vier Tunnelarme rasch und unkompliziert in alle Himmelsrichtungen verteilt werden. Dadurch wird der motorisierte Individualverkehr gestärkt, und zwar auf lokaler, inneralpiner und transalpiner Ebene, denn durch den Tunnel wird künftig auch eine kürzere Verbindung zwischen zwei Autobahnen geschaffen, der schweizerischen A13 und der österreichischen A14.

Das Strassennetz ist im Alpenrheintal bereits genügend ausgebaut. Gemäss Verkehrsprotokoll der Alpenkonvention soll der öffentliche Verkehr gestärkt werden, damit unsere schönen Alpentäler, -städte und -dörfer nicht im Autoverkehr ersticken. Diskussionen an der CIPRA-Jahresfachtagung 2014 in Annecy/F haben gezeigt, dass sich viele CIPRA-Mitglieder aktuell mit ähnlichen Problemen befassen.
Zwei Mitgliedsorganisationen von CIPRA Liechtenstein, die Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz und der Verkehrs-Club Liechtenstein, halten Parteistellung im laufenden Verfahren zur Umweltverträglichkeitsprüfung; sie haben ihre Stellungnahmen zum geplanten Stadttunnel bereits im Juli 2014 eingereicht. Die enge Zusammenarbeit untereinander und mit Bürgerinitiativen aus Liechtenstein und Vorarlberg hat die Bewältigung der Informationsflut aus Umweltverträglichkeitserklärung und Gutachten erst möglich gemacht.

www.cipra.li

Quelle: Jahresbericht 2014, CIPRA International, www.cipra.org/jahresberichte