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Hitze in der Klimadiskussion

Gletscherschmelze: Die Alpen sind besonders von dem Klimawandel betroffen und bringen sich mit eigenen Konzepten ein. © Bernd Thaller / flickr.com

Im Dezember dieses Jahres veranstaltet Frankreich die 21. Klimakonferenz der Vereinten Nationen. COP21 macht bereits jetzt von sich reden.

Je näher die UN-Klimakonferenz in Paris rückt, desto hitziger werden die Debatten. Das Kyoto-Protokoll läuft 2020 aus und soll im Dezember durch eine neue internationale Vereinbarung ersetzt werden. Der Klimawandel wird mittlerweile von der Mehrheit der Länder als Tatsache anerkannt, denn seine Auswirkungen sind heute fast überall spürbar. Allerdings streitet man sich, wer denn die grösste Verantwortung für das Weltklima trägt. Haben etwa aufstrebende Industriestaaten in Asien das Recht, die europäische Wohlstandsentwicklung ebenfalls zu durchleben und somit den Klimawandel weiter voranzutreiben?

Die Alpen in der Verantwortung

Die Alpenregionen emittieren mehr Treibausgase als der europäische Durchschnitt. Gleichzeitig sind sie den Folgen des Klimawandels besonders ausgesetzt. Naturkatastrophen und Unwetter fordern die Menschen in den Alpen heraus, Veränderungen in Flora und Fauna werden immer deutlicher sichtbar, Landwirte oder Wintersportorte müssen sich auf veränderte Klimabedingungen einstellen. Dass sich die Alpen bereits intensiv mit dem Kampf gegen und der Anpassung an den Klimawandel beschäftigen, zeigen vielfältige Initiativen im gesamten Alpenbogen. So zeichnete das französische Umweltministerium im Vorfeld der 21. UN-Klimakonferenz, kurz COP21, etwa die Massnahmen der Organisation für Umweltbildung «Educ’alpes» zur Sensibilisierung für den Klimawandel in den Alpen aus.

Klimatagung für Alpengemeinden

Gemeinden befinden sich an der Schnittstelle zwischen nationalen und transnationalen Zielen und der lokalen Umsetzung. Im Vorfeld zur UN-Klimakonferenz organisiert die CIPRA zusammen mit den Netzwerken «Alpenstadt des Jahres» und «Allianz in den Alpen» eine Tagung zum Thema kommunaler Klimaschutz in den Alpen. An der Tagung können Gemeinden vom internationalen Austausch profitieren und Expertenwissen nutzen, um in ihren Bemühungen um den Klimaschutz einen Schritt weiter zu kommen. Die Tagung findet am 29. und 30. Oktober 2015 in Benediktbeuern/D statt. Sie wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und dem Deutschen Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit finanziert.

Quellen: http://www.lemonde.fr/climat/article/2015/06/03/tout-comprendre-aux-negociations-climatiques_4646225_1652612.html (fr), http://chaud-pour-les-alpes.educalpes.fr/wakka.php?wiki=Accueil (fr), http://www.cipra.org/de/veranstaltungen/klimaschutz-jetzt-alpengemeinden-setzen-um, http://www.cipra.org/de/cipra/international/publikationen/cipra-compacts

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