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Handeln statt palavern

Lernfeld: Schweiz besucht Rumänien (c) Christian Baumgartner

Das Parlament der Schweiz hat die Protokolle der Alpenkonvention nicht ratifiziert. Der letzte Anlauf dazu ist 2010 am Widerstand des Nationalrats gescheitert.

Es war ein Anti-Ökologie-, aber wohl auch ein Anti-Europa-Reflex einer knappen Mehrheit. Dass die Probleme, die mit der Alpenkonvention angegangen werden, wie etwa der alpenquerende Güterverkehr, nur auf internationaler Ebene gelöst werden können, ist und bleibt aber eine Tatsache. Die Ratifizierung der Durchführungsprotokolle der Alpenkonvention ist aktuell kein Thema mehr in der Schweiz. CIPRA Schweiz hat sich seither neu aufgestellt. Zu den Kernkompetenzen gehören – in Zusammenarbeit mit den Mitgliedsorganisationen – die Bearbeitung von alpenpolitischen Querschnittsthemen wie Alpenkonvention, Makroregionale Strategie für die Alpen, Tourismus- oder Regionalpolitik.  
So hat sich CIPRA Schweiz zum Beispiel an der Entwicklung einer Klima-Toolbox für Regionen beteiligt. In der Pilotregion Surselva im Bündner Oberland wurden in einem partizipativen Workshop die grössten Risiken und Chancen des Klimawandels identifiziert und Massnahmen zur Bewältigung priorisiert. In einem weiteren Partnerschaftsprojekt mit dem rumänischen Schutzgebiets-Netzwerk «ProPark Romania» stellt CIPRA Schweiz sein Wissen in der Entwicklung von naturnahen Tourismusangeboten zur Verfügung und lernt im Gegenzug viel über den Umgang mit Bären und Wölfen in den Karpaten. Dieses Enga­gement bringt zurzeit mehr Wirkung für die Erreichung der Ziele der Alpenkonvention als die unrealistische Forderung nach einer Rati­fizierung der Protokolle.  

www.cipra.ch

Quelle: Jahresbericht 2015, CIPRA International, www.cipra.org/jahresberichte

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