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Gold und Diamanten für die Biodiversität

Mehr als nur wunderschön: Diese Wiese ist Nährboden, artenreich, überlebenswichtig. © Christoph Pueschner ZEITENSPIEGEL

Fünf Regionen aus dem Alpenraum beteiligen sich am Projekt speciAlps. Die Natur in den Gemeinden zu vergolden ist das Ziel.

Moore, Magerwiesen, Hecken, Biotope oder Wälder sind Beispiele für Naturschätze, die den Gemeinden im Alpenraum in ihrer Vielfalt grossen Wert verleihen. Sie bieten Lebensraum für Tiere, gleichzeitig schätzt der Mensch die Attraktivität und Lebensqualität funktionierender Naturräume. Das Potenzial dieser Räume ist allerdings bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Hier setzt das gemeinsame Projekt «speciAlps» von CIPRA International und dem Gemeindenetzwerk «Allianz in den Alpen» (AidA) an. Tier-, Pflanzenarten und Lebensräume sind Naturschätze direkt vor der eigenen Haustüre, die mit dem Projekt gehoben und in Wert gesetzt – sozusagen vergoldet – werden. Aus Grünflächen können so zum Beispiel Biotope oder Magerwiesen werden, Lehrpfade gestaltet oder Grünstreifen entlang von Äckern und Feldern gesät werden.

Die fünf Pilotregionen dafür stehen nun fest: Es beteiligen sich die Regionen «GAL Escartons e Valli Valdesi» im Piemont/IT, Slovenske Alpe» in Slowenien, «Unione Territoriale delle Valli e delle Dolomiti Friulane» im Friaul/IT, Vorarlberg/A und in Frankreich die Pilotregion «Communauté de communes Alpes Provence Verdon/PNR des Préalpes d’Azur».  Als erster Schritt werden in allen Regionen «speciAlps-Teams», bestehend aus VertreterInnen der Politik, Verwaltung und Bürgerschaft, gebildet, die das Potenzial der Region analysieren. Aufgrund der Analyse werden die Pilotregionen konkrete Massnahmen und Aktivitäten rund um ihre Naturschätze planen und umsetzen. Die «speciAlps-Teams» werden während des gesamten Prozesseses von eigens geschulten, lokale BetreuerInnen begleitet. CIPRA International und das Gemeindenetzwerk AidA stellen hierbei Fachkompetenz und Betreuungsleistung vor Ort zu Verfügung. Internationale Vernetzung und der Austausch unter den Pilotregionen ist ein weiteres wichtiges Element, um voneinander zu lernen und zu profitieren. Antonio Zambon, AidA-Betreuer im Friaul, freut sich: «Die ‘Unione Territoriale delle Valli e delle Dolomiti Friulane’ ist sehr motiviert, unsere Naturschätze zu entdecken und zu fördern. Das ist nicht nur ein Beitrag an die Biodiversität, sondern an die Lebensqualität. So kommt es unseren EinwohnerInnen, Kindern und der Natur gleichermassen zugute.»

 «speciAlps» ist ein Kooperationsprojekt zwischen CIPRA International und dem Gemeindenetzwerk «Allianz in den Alpen». Das Projekt wird durch das deutsche Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), der Heidehof Stiftung sowie der Liechtensteinischen pancivis Stiftung gefördert und lehnt sich an das Programm «Naturvielfalt in der Gemeinde» aus Vorarlberg/AT an.

 

Weitere Informationen:

www.cipra.org/de/specialps , www.alpenallianz.org/de/projekte/specialps

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